Hannover 96 hat im Aufstiegsrennen der Zweiten Liga eine große Chance vertan. Gegen Schlusslicht Preußen Münster spielten die Niedersachsen im eigenen Stadion nach einer wilden Partie nur 3:3 (2:2). Der Tabellendritte verpasste es dadurch, vor den letzten beiden Spieltagen auf einen direkten Aufstiegsplatz zu springen. Den Weg dorthin hatte die SV Elversberg durch den Sieg gegen den bisherigen Tabellenzweiten SC Paderborn freigemacht.

Vor 49.000 Zuschauern in der Heinz von Heiden Arena führte Münster durch Tore von Imad Rondic (25.) und Shin Yamada (39.) sogar schon mit 2:0. Doch Mustapha Bundu (45.+1/45.+4) schoss in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit noch zwei Tore. Nach der Pause vergab Münster mehrere Großchancen, ehe der eingewechselte Isländer Stefan Teitur Thordarson (85.) zum umjubelten 3:2 für Hannover traf. Die letzte Antwort hatte jedoch Münsters Jorrit Hendrix in der Nachspielzeit (90.+3) per Direktabnahme aus 25 Metern.

Zu früh gefreut: Hannovers Spieler feiern das späte 3:2 durch Stefan Teitur Thordarson (rechts)

Wie groß die Sehnsucht nach Erstliga-Fußball in Hannover ist, zeigten allein die Rahmenbedingungen. Bereits zum achten Mal in dieser Saison war das Stadion ausverkauft. Die Fans sangen schon mehr als eine halbe Stunde vor dem Anpfiff lautstark.

Die vermeintliche Pflichtaufgabe geriet jedoch zu einer sportlichen Herausforderung. Hannover war von Beginn an dominant, schaffte es aber zu selten, aus vielversprechenden Angriffen auch klare Torchancen zu kreieren.

Münster dagegen wehrte sich hartnäckig und ließ mehrere klare Gelegenheiten aus: In der 44. Minute verpasste Haralambos Makridis das 3:0. In der 52. Minute vergab Yassine Bouchama die Großchance zum 3:2. In der 79. Minute musste Hannovers Held Thordarson nach einem Kopfball von Rondic sogar auf der eigenen Torlinie retten.

Diese Chancenverwertung drohte sich am Ende für den fast sicheren Absteiger zu rächen. Denn selbst nach dem 2:3 vergaben Oscar Vilhelmsson (87.) und Tobias Raschl (90.+1) per Lattenschuss noch zwei Möglichkeiten. Das späte 3:3 war bitter für Hannover, aber für Münster hochverdient.

SV Elversberg – SC Paderborn 5:1 (4:0)

Die SV Elversberg hat im spannenden Aufstiegskampf einen fulminanten Heimsieg gefeiert und einen direkten Aufstiegsplatz erobert. Das Überraschungsteam aus dem Saarland gewann das Topspiel gegen den SC Paderborn überraschend deutlich mit 5:1 (4:0) und zog in der Tabelle mit 59 Punkten an den Gästen und Hannover 96 (beide 58) vorbei auf Platz zwei.

Vor 9.027 Zuschauern erzielten Maximilian Rohr (4. Minute), David Mokwa (17.), Lukas Petkov (28./41.) und Raif Adam (90.+3) die Tore für die SVE, die den ersten Bundesliga-Aufstieg in der Vereinsgeschichte nun aus eigener Kraft schaffen kann. Calvin Brackelmann (65.) traf für die Paderborner, die das Spiel nach einer Gelb-Roten Karte für Steffen Tigges in der Nachspielzeit zu Zehnt beendeten.

Karlsruher SC – Darmstadt 98 2:1 (0:0)

Der SV Darmstadt 98 hingegen muss nach einer Niederlage beim Karlsruher SC seine Aufstiegsträume endgültig begraben. Die Hessen unterlagen mit 1:2 (0:0) und blieben damit auch im siebten Spiel nacheinander sieglos. Der KSC steht mit nun 43 Punkten weiter im sportlich sicheren Niemandsland.

Die Tore für die Gastgeber erzielten vor 30.020 Zuschauern KSC-Kapitän Marvin Wanitzek per direktem Freistoß (58. Minute) und Shio Fukuda (86.). Darmstadts umworbener Stürmer Isac Lidberg traf zum zwischenzeitlichen Ausgleich (70.).

1. FC Magdeburg – Hertha BSC 1:0 (1:0)

Magdeburg hat kurz vor Saisonende einen großen Schritt Richtung Klassenerhalt getan. Die Mannschaft von Petrik Sander feierte einen 1:0 (0:0)-Sieg gegen Hertha BSC und kletterte mit nunmehr 36 Punkten auf den 14. Rang, jeweils zwei Zähler vor dem Relegations- und ersten Abstiegsplatz. Vor 28.123 Zuschauern in der ausverkauften Avnet-Arena erzielte Laurin Ulrich das entscheidende Tor (62. Minute).

SpVgg Greuther Fürth – 1. FC Nürnberg 1:1 (1:1)

Auch das zweite Frankenderby der Saison endet ohne einen Sieger. Das 1:1 (1:1) in der umkämpften 276. Auflage des Fußball-Klassikers war jedoch nach dem 2:2 in der Hinrunde eher ein Teilerfolg für den 1. FC Nürnberg. Für die SpVgg Greuther Fürth war der eine Punkt zu wenig, um den vorletzten Tabellenplatz zu verlassen. Das Zittern hält an.

Vor 16.126 Zuschauern im ausverkauften Ronhof brachte Torjäger Noel Futkeu (13. Minute) die in der ersten Hälfte dominanten Fürther in Führung. Nach dem schmeichelhaften Ausgleich durch Kapitän Fabio Gruber (45.+3) war dann die Nürnberger Mannschaft von Trainer Miroslav Klose einem Derbysieg näher.

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