Dem SC Freiburg droht nach dem Aus im DFB-Pokal auch in der Europa League der Halbfinal-K.o. Die Breisgauer verloren das Hinspiel bei Sporting Braga unglücklich mit 1:2 (1:1) und gehen mit einer Hypothek in das entscheidende Wiedersehen am Donnerstag (21.00 Uhr/RTL) in Freiburg.
Mario Dorgeles gelang in der zweiten Minute der Nachspielzeit das Siegtor für die Gastgeber. Das bittere Ende eines Spiels, das Freiburg bis dahin weitgehend im Griff hatte. „Es ist sehr ärgerlich, das darf uns nicht passieren“, sagte Trainer Julian Schuster.
Die Partie begann aus SC-Sicht allerdings denkbar ungünstig: Der Bundesligist geriet durch Demir Tiknaz früh in Rückstand (8.). Freiburg meldete sich dann aber rasch durch Vincenzo Grifo (16.) zurück und durfte sich noch vor der Pause bei Noah Atubolu bedanken. Der Keeper wehrte einen umstrittenen Foulelfmeter von Rodrigo Zalazar ab (45.+2).
Mit Eintracht Frankfurt konnte erst ein deutsches Team den Nachfolgewettbewerb des Uefa-Cups bisher gewinnen. Für Freiburg ist bereits das Halbfinale historisch – insbesondere für Stürmer Igor Matanovic ist es laut eigener Aussage „das größte Spiel meiner Karriere“. Der Torjäger meinte, er verspüre eine „gesunde Nervosität“.
Auf dem Platz zeigte sich jedoch zunächst ein anderes Bild, denn Freiburgs Defensive wurde früh unter Druck gesetzt. Braga hatte sich in einem furiosen Rückspiel bei Betis Sevilla qualifiziert und knüpfte an diese Leistung an. Pau Victor verpasste die Führung noch (5.), doch nur drei Minuten später jubelte Tiknaz.
Beste findet Grifo
Freiburgs Antwort folgte prompt. Dabei profitierten die Gäste von einem Missverständnis im Aufbauspiel. Jan-Niklas Beste fand den mitgelaufenen Grifo, der Braga den ersten von zwei Dämpfern zufügte. Keine zehn Minuten danach musste auch noch Kapitän Ricardo Horta angeschlagen vom Feld.
Der Sport-Club leistete sich vor den Augen von gut 2000 mitgereisten Fans verhältnismäßig viele Fehler im Passspiel und schaffte es nur selten, Akzente zu setzen. Aber auch Freiburgs Torwart Atubolu wurde nach dem frühen Gegentor abseits des Elfmeter kaum geprüft. Beim entscheidenden Tor machte er dann aber keine gute Figur, vor dem Treffer ließ er einen Schuss bei seiner Abwehr nach vorn prallen. Kein klassischer Torwartfehler, aber ganz unbeteiligt war Atubolo auch nicht.
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