Seit Monaten präsentiert sich Michael Olise in bestechender Form, wirkt für viele Abwehrspieler kaum zu bremsen. Auch im Halbfinal-Hinspiel des FC Bayern in der Champions League bei Paris St.-Germain zeigte sich das eindrucksvoll: Olise erzielte zwischenzeitlich das 2:2 und entwischte dabei immer wieder seinem Gegenspieler Nuno Mendes.

Vor allem in seiner Heimat Frankreich wird die Entwicklung des 24 Jahre alten Offensivspielers mit großer Begeisterung verfolgt. Mit der Équipe Tricolore will Olise zudem bei der kommenden Weltmeisterschaft auf sich aufmerksam machen.

Große Worte findet auch Christophe Dugarry. Der frühere französische Nationalstürmer geriet bei RMC Sport ins Schwärmen: „Wir realisieren nicht, was wir da erleben, er ist ein außergewöhnlicher Spieler.“ Anschließend wagte der 54-Jährige einen bemerkenswerten Vergleich und verteilte das in Frankreich größtmögliche Lob, das ein Fußballer erhalten kann: „Ich gehe vielleicht etwas zu weit, aber ich denke, dass dieser Kerl etwas von Zizou hat – in seiner lässigen Art, den Ball zu kontrollieren, mit seinem Körper zu arbeiten, sich zwischen den Linien zu bewegen und in seiner Übersicht.“

Zinedine Zidane (l.) und Christophe Dugarry während der EM 2000

Gemeint ist Zinedine Zidane, mit dem Dugarry 1998 Weltmeister und 2000 Europameister wurde. Olise könnte mit „Les Bleus“ eine ähnlich erfolgreiche Ära prägen, findet der ehemalige Offensivspieler. „Wir erleben die Geburt eines Stars“, sagt Dugarry, der selbst 55 Mal für Frankreich auflief: „Wir stehen erst am Anfang seines Könnens. Er hat wirklich etwas Besonderes. Er kann alles: Tore erzielen, Pässe spielen, er ist pfeilschnell. Wer hat Nuno Mendes je so unter Druck gesetzt wie er? Niemand. Wir stehen am Anfang von etwas Gigantischem.“

„Für einen Spieler wie Olise gibt es kein Preisschild“

Dabei liest sich bereits die laufende Saison beeindruckend: In 47 Pflichtspielen kommt Olise auf 49 Torbeteiligungen, darunter 20 Treffer und 29 Vorlagen. Zudem zählt er zu den Kandidaten für den Ballon d’Or und will mit dem FC Bayern das Triple gewinnen. Dazu muss im Halbfinalrückspiel am Mittwoch in Paris ein Sieg hier, das spektakuläre erste Duell hatten die Münchner 4:5 verloren.

In München denkt man nicht an einen Abschied des Offensivspielers, dessen Vertrag bis 2029 läuft. Sportvorstand Max Eberl stellte zuletzt klar: „Für uns gibt es nicht eine Sekunde des Nachdenkens.“ Und Aufsichtsrat Karl-Heinz Rummenigge sagte: „Für einen Spieler wie Olise gibt es kein Preisschild, das uns zucken lassen würde.“

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