Der Countdown für die Bundesliga-Rückkehr läuft, schon Samstagabend will Schalke mit einem Sieg gegen Düsseldorf in der Arena (20:30 Uhr) den Aufstieg perfekt machen. Danach soll einfach nur gefeiert werden. Doch geht es nach dem Verein, wird ein traditionelles Party-Element fehlen.

Wie „Bild“ erfuhr, hat Schalke große Sorge vor einem Platzsturm nach Abpfiff und wird diesen auch noch diese Woche offiziell verbieten. Für den Klub wäre es ein Albtraum-Szenario, wenn tausende Fans plötzlich in den Innenraum strömen würden.

Die Sorge hat einen Hintergrund, denn beim Bundesliga-Aufstieg 2022 eskalierte die Situation. Damals gab es neun Schwerverletzte und dutzende verletzte Fans, viele mussten mit Rettungswagen ins Krankenhaus gebracht werden. Der leitende Polizeidirektor sagte damals sichtlich geschockt: „Dieser Platzsturm hätte auch in einer Katastrophe enden können.“

Ein großes Problem in der Schalke-Arena im Vergleich zu anderen Stadien: der große Höhenunterschied zwischen Zuschauerrängen und Innenraum. An der höchsten Stelle sind die Mauern 3,8 Meter hoch, beziehungsweise die Gräben tief – diese Distanz müssen Fans im Zweifel springend überwinden, um auf den Rasen zu gelangen. Das ist lebensgefährlich. Dazu kommen noch die Aufstiegs-Ekstase, die Enge zwischen den Mauern und angetrunkene Fans.

Ein Alkoholverbot am nächsten Spieltag gegen Düsseldorf ist trotzdem kein Thema. Dafür greift Schalke zu einem anderen drastischen Mittel. Nach „Bild“-Informationen droht der Klub mit einem sofortigen Abbruch der Aufstiegs-Party in der Arena – sollte es zu einem Platzsturm kommen. Spieler und Verantwortliche würden direkt in den Katakomben verschwinden, die Feier schnell beendet sein. Bleibt der Platzsturm aus, plant Schalke, die Spieler geordnet in verschiedene Zuschauerbereiche zu schicken – damit alle organisiert feiern können.

Mehr Ordner und mehr Polizei

Aktuell werden verschiedene Maßnahmen diskutiert, um das Platzsturm-Verbot durchsetzen zu können. So soll die Anzahl der Ordner extrem erhöht werden, auch die Polizei ist mit im Boot. Außerdem wird überlegt, die wenigen Treppen, die in den Innenraum führen, zu entfernen. Ob das aus Sicherheitsgründen machbar ist – offen.

Polizeisprecher Thomas Nowaczyk: „Der Verein will Maßnahmen treffen, um die Sicherheit aller zu gewährleisten und um einen Platzsturm zu vermeiden. Wir als Polizei sind in Bereitstellung im Stadion, um Gefahren aller Art abzuwehren. Wir greifen aber nur ein, wenn Gefahr für Leib und Leben besteht, wir wollen um jeden Preis vermeiden, dass es Verletzte gibt.“

Die Polizei wird nach „Bild“-Informationen mit deutlich mehr Kräften als normalerweise vor Ort sein, eine Hundertschaft wird zudem in den Mundlöchern für den Platzsturm-Fall bereitstehen.

Schalke hat nicht nur Angst vor einem erneuten Platzsturm-Chaos mit Verletzten. Auch finanziell macht sich der Verein Sorgen: Zum einen würde eine hohe Geldstrafe vom DFB drohen. Zum anderen könnte sensible Technik kaputtgehen, und im schlimmsten Fall müsste der Rasen für bis zu 250.000 Euro ausgewechselt werden – denn am letzten Spieltag (17. Mai) steht noch das Heimspiel gegen Braunschweig an.

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