Diese erfolgshungrigen Bayern um Hinspiel-Held Manuel Neuer und Tormaschine Harry Kane muss niemand extra vor den besonderen Comeback-Qualitäten von Real Madrid in der Champions League warnen. Ja, die famosen Münchner Triple-Jäger glauben nach dem ersten großen Schritt beim 2:1 in Spaniens Hauptstadt felsenfest an den Einzug ins Halbfinale.
Und nein, Anzeichen von Überheblichkeit sind vor dem Anpfiff am Mittwoch (21.00 Uhr/DAZN und im WELT-Liveticker) in der Heimfestung Allianz Arena beim bestens aufeinander abgestimmten Ensemble von Trainer Vincent Kompany nicht im Ansatz herauszuhören.
„Wir kennen Real Madrid. Da ist es völlig egal, wie sie in Form sind. Wenn Champions League ist, dann performen sie“, sagte Joshua Kimmich. Und Teamkollege Leon Goretzka verkündete: „Gewarnt werden müssen wir nicht. Das wissen wir schon ganz genau, gegen wen wir da spielen!“
Upamecano lässt Mbappé über die Klinge springenDer Mythos steht allerdings auf tönernen Füßen. Denn das, was Real in München schaffen will, ist ihnen schlicht noch nie gelungen. Real Madrid ist in der Champions League noch nie weitergekommen, wenn es das Hinspiel im eigenen Stadion verloren hat, das gilt sogar für den bis ins Jahr 1955 zurückreichenden Europapokal der Landesmeister. Einzig vor fast 56 Jahren bogen die Spanier im Europapokal der Pokalsieger eine solche Heimniederlage noch einmal um. Gegen den FC Tirol gab es zunächst ein 0:1, in Österreich dann ein 2:0.
Im Gegenzug hat der FC Bayern in seiner Europapokal-Geschichte 29 von 30 Duellen für sich entschieden, wenn er das Hinspiel auswärts gewonnen hatte. Hier ereignete sich die Ausnahme im Champions-League-Achtelfinale 2011. Die gewannen das Hinspiel bei Inter Mailand im San Siro mit 1:0, verloren jedoch das Rückspiel in München mit 2:3 und schieden aufgrund der damals noch geltenden Auswärtstorregel aus.
Rüdigers Kampfansage und Mbappés Signal
Die Bayern stellen sich dennoch auf „ein weiteres hartes Stück Arbeit“ ein, wie es Torwart Manuel Neuer ausdrückte. Kann der 40-Jährige noch einmal mit Glanztaten die Real-Offensive um Kylian Mbappé und Vinícius Júnior zur Verzweiflung bringen? In Madrid hatten die lange dominierenden und durch Luis Díaz und Harry Kane mit 2:0 führenden Bayern insgesamt zu viele Real-Chancen zugelassen.
„Es war ein harter Abend im Bernabéu. Aber die Geschichte ist noch nicht vorbei. Wir sind noch am Leben. Wir glauben an uns bis zum Schluss“, lautete die Kampfansage von Nationalspieler Antonio Rüdiger. Die Königlichen müssen zwar neben dem weiterhin verletzten Torwart Thibaut Courtois auch den gesperrten Franzosen Aurélien Tchouaméni im Mittelfeld ersetzen. Für ihn dürfte der Ex-Dortmunder Jude Bellingham beginnen, der vor einer Woche nach seiner Einwechslung für viel Schwung sorgte.
Im Vollbesitz seiner Kräfte scheint auch wieder Stürmerstar Mbappé zu sein. Der Franzose hatte sich bei der missglückten Real-Generalprobe beim 1:1 gegen den FC Girona eine Kopfwunde zugezogen, die genäht werden musste. Mbappé trainierte zu Wochenbeginn aber schon wieder. Und sein Name stand auch vor dem Abflug des Real-Trosses nach München auf der Kaderliste.
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