Der 1. FC Nürnberg trauert um seinen früheren Angreifer Reiner Wirsching. Wie „mainfranken.news“ und „Bild“ berichten, ist der ehemalige Fußballprofi am Samstag im Alter von nur 63 Jahren gestorben. Der aus Stammheim stammende Wirsching hatte sich zwei Tage zuvor bei einem tragischen Fahrradunfall schwerste Kopfverletzungen zugezogen.
Am Donnerstagabend gegen 21.45 Uhr war Wirsching auf einem Radweg entlang der Bundesstraße 286 in Richtung Bad Kissingen unterwegs, als es zur Kollision mit einem Reh kam. Er stürzte und schlug mit dem Kopf auf. Wirsching trug keinen auf dem Kopf, er erlitt er einen schweren Schädelbasisbruch mit erheblichen Blutungen.
Ein vorbeikommender Verkehrsteilnehmer entdeckte den Verletzten neben seinem Fahrrad und alarmierte umgehend die Rettungskräfte. Nach der Erstversorgung an der Unfallstelle wurde Wirsching in ein Krankenhaus gebracht, wo er schließlich seinen Verletzungen erlag.
Zwischen 1989 und 1992 absolvierte Wirsching 72 Bundesligapartien für den 1. FC Nürnberg und erzielte dabei 14 Tore. Weitere Stationen seiner Laufbahn waren unter anderem der 1. FC Schweinfurt 05 und der TSV Vestenbergsgreuth.
Reiner Wirsching: Erst Fußballer, dann Arzt
In Erinnerung bleibt er auch als Teil jener Mannschaft, die 1994 als Regionalligist im DFB-Pokal den FC Bayern München mit Stars wie Lothar Matthäus und Oliver Kahn sowie Trainer Giovanni Trapattoni aus dem Wettbewerb warf.
Nach dem Ende seiner aktiven Karriere schlug Wirsching endgültig eine medizinische Laufbahn ein. Er hatte das Studium während seiner Fußballer-Karriere betrieben und promovierte 1996, ein Jahr nach Beendigung seiner Laufbahn, an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg zum Doktor.
Als Facharzt für Orthopädie, Unfallchirurgie und Sportmedizin war Wirsching dem hochklassigen Sport treu geblieben. Er fungierte von 2002 bis 2019 als Mannschaftsarzt beim 1. FC Schweinfurt 05. Zuletzt betreute er seit 2020 den Tischtennis-Bundesligisten TSV Bad Königshofen.
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