Union Berlin schreibt Geschichte: Die Köpenicker stellen mit Marie-Louise Eta die erste Cheftrainerin der Bundesliga-Geschichte ein. Der 34-Jährigen ist der Rummel nicht lieb.
  • Union Berlin hat Marie-Louise Eta zur ersten Cheftrainerin in der Bundesliga-Geschichte ernannt.
  • Eta übernimmt die Männer-Profimannschaft interimsweise, nachdem Trainer Steffen Baumgart entlassen wurde.
  • Union Berlin betont, dass die sportliche Qualifikation der gebürtigen Dresdnerin im Vordergrund steht, nicht ihr Geschlecht. Saisonziel ist der Klassenerhalt.
  • Die 34-Jährige erfüllt eine wichtige Vorbildfunktion für Frauen im Fußball, auch wenn sie dies persönlich ungern hervorhebt.

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Die Mitteilung, die Union Berlin kurz vor Mitternacht am Samstagabend verschickte, war kurz und knapp gehalten. Die Eisernen trennen sich nach der 1:3-Niederlage beim Schlusslicht 1. FC Heidenheim von Trainer Steffen Baumgart, und weiter: „Die Profimannschaft der Männer des 1. FC Union Berlin wird die Schlussphase der Saison und den Kampf um den Klassenerhalt in der Bundesliga unter der sportlichen Leitung von Marie-Louise Eta, bisherige Trainerin der U19-Junioren und künftige Cheftrainerin der Profimannschaft der Frauen, in Angriff nehmen.“

Eta ist die erste Cheftrainerin eines Vereins in der fast 63 Jahre langen Bundesliga-Geschichte. Darauf, dass der Wechsel auf der Trainerposition eine historische Bedeutung hat, deutet in der Union-Kommunikation nichts hin – wohl aus gutem Grund. Man will deutlich machen, dass der Fußballsachverstand und nicht das Geschlecht der neuen Trainerin im Vordergrund steht.

Marie-Louise Eta saß schon mal bei Union Berlin auf der Trainerbank

Ohnehin werden in der Schlussphase der Saison alle Augen auf Marie-Louise Eta gerichtet sein. Die 34-Jährige ist keine gänzlich Unbekannte, schon im Winter 2023 übernahm sie interimsweise zusammen mit Marco Grote  die Union-Mannschaft für ein Spiel. Danach arbeitete sie bis zum Saisonende als Co-Trainerin des neu verpflichteten Coachs Nenad Bjelica. Bereits damals war Eta die erste Frau auf dieser Position in der Bundesliga.

Darüber spricht die gebürtige Dresdnerin selbst allerdings eher ungern. „Ich möchte nicht nur eine Quote erfüllen“, sagte sie während ihres ersten Engagements im Profi-Männerfußball der „Berliner Morgenpost“. In einem Podcast des „Kicker“ betonte Eta, sie wolle „mit Qualität und Inhalt überzeugen“: „Ich will einen Job nicht bekommen, nur weil ich eine Frau bin.“

Vorbildrolle für Mädchen und Frauen

Der Pionierrolle im deutschen Fußball wird Eta allerdings nicht entkommen. Nicht nur das Interesse der Medien ist auf sie gerichtet, auch für viele Mädchen und junge Frauen erfüllt sie eine Vorbildfunktion. 

„Es ist eine Rolle, die man vielleicht am Anfang auch gar nicht so angestrebt hat. Man muss seine Rolle in dem Bereich auch erst finden“, erinnerte sie sich in einem RBB-Interview an ihr Intermezzo als Co-Trainerin bei Union. Sie habe damals „aus der ganzen Welt Nachrichten  von Frauen, die sich auch engagieren wollen in ihrem Land, in ihrer Stadt, in ihrem Ort“ bekommen.

Fünf Spiele für den Klassenerhalt

Die 34-Jährige arbeitete zuletzt als Trainerin der U19 von Union Berlin. Ihre Laufbahn begann im Nachwuchsbereich von Werder Bremen. 2021 wurde sie vom Deutschen Fußball-Bund als Co-Trainerin der weiblichen U15-Auswahl engagiert. Ein Jahr später schloss sie erfolgreich den Pro-Lizenz-Lehrgang ab und darf seither offiziell auch als Cheftrainerin in der Bundesliga und 2. Liga arbeiten. Als Spielerin wurde sie dreimal in Folge Deutsche Meisterin mit Turbine Potsdam. Ihre aktive Karriere beendete sie bereits mit 26 Jahren.

Nun, da Eta allein in vorderster Linie Verantwortung trägt, dürfte ihr noch deutlich mehr Aufmerksamkeit zuteil werden. Vorrangig aber geht es darum, in den verbleibenden fünf Saisonspielen den Klassenerhalt zu sichern. Gelingt das, könnte Eta auch ein längerfristiger Vertrag winken. Eigentlich sollte sie zur nächsten Saison das Frauenteam von Union übernehmen – womöglich überlegen sich die Eisernen das aber noch einmal anders.

Quellen: Union Berlin, „Kicker“, „Berliner Morgenpost“, RBB, „Transfermarkt“

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