Eigentlich ist Guglielmo Vicario die unumstrittene Nummer eins im Tor bei Tottenham Hotspur. Sowohl in der Liga als auch in der Champions League stand der Italiener bislang in jeder Partie im Tor. Da Tottenham nach fünf Niederlagen in Serie in der Premier League aber mitten im Abstiegskampf steckt, setzte Igor Tudor für das Hinspiel im Champions-League-Achtelfinale gegen Atlético Madrid auf neue Impulse. Vicario musste auf die Bank, stattdessen rückte Antonin Kinsky ins Tor, der in dieser Saison bislang nur im englischen Pokal zum Einsatz gekommen war. Eine Entscheidung, die Tudor bitter bereuen sollte, weshalb er Torhüter-Debütanten Kinsky bereits nach 17 verheerenden Minuten auswechselte.
Was war passiert? Bereits in der sechsten Minute beim 0:1 durch Marcos Llorente machte Kinsky keine gute Figur. Der 22-Jährige rutschte beim Passversuch aus, spielte den Ball direkt in die Füße des Madrilenen. Zwar traf Kinsky beim 0:2 durch Antoine Griezmann nach 14 Minuten keine Schuld – viel mehr war es der Ex-Wolfsburger Micky van de Ven, der sich einen katastrophalen Fehler leistete –, doch nur 30 Sekunden später rückte der Torwart wieder in den Fokus. Bei einem Rückpass trat Kinsky am Ball vorbei, Julian Alvarez schob in das leere Tor ein.
Champions League: Tottenhams Trainer begründet ungewöhnlichen Torwartwechsel
Danach war der Arbeitstag für Kinsky beendet, eine Situation, die auch für Igor Tudor neu war. „Ich habe das in 15 Jahren als Trainer noch nie gemacht, es war einfach eine unglaubliche Situation. Ich habe den Wechsel vorgenommen, um den Jungen und das Team zu schützen“, so Tudor nach dem Spiel. Kinsky habe es leidgetan, betonte Tudor, „Wir stehen hinter ihm, wir halten alle zusammen. Es geht nie um einen einzelnen Spieler.“
Viel brachte der Wechsel zu Stammtorhüter Vicario auch nicht. Nur vier Minuten nach dem Wechsel musste der Italiener erstmals den Ball aus dem Netz holen. Erst im Anschluss nahm Tottenham auch am Spiel teil, verlor aber trotzdem deutlich. Mit einer 2:5-Niederlage gehen die Spurs in das Rückspiel in London in der kommenden Woche. Ob Igor Tudor dann noch auf der Trainerbank sitzen wird, ist fraglich. Der 47-Jährige ist erst seit Mitte Februar als Interimstrainer im Amt, verlor jedoch alle vier Partien. „Tudor stoppt nicht die Krise der Spurs, er beschleunigt sie sogar noch“, urteilt die „BBC“, nach der Niederlage in Madrid.
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