Georg Koch ist tot. Der ehemalige Fußballtorwart starb nach Informationen der „Bild“ am Mittwoch nach langer, schwerer Krankheit. Koch litt an Bauchspeicheldrüsenkrebs, er wurde nur 54 Jahre alt.

Im April 2023 hatte er die Diagnose erhalten. Kaum ein anderer Krebs hat eine schlechtere Prognose, da die Tumore oft erst entdeckt werden, wenn sie sich ausgebreitet haben. Die Ärzte sagten Koch damals, ihm blieben vielleicht noch sechs Monate. Es wurden noch fast drei Jahre.

Koch hatte bei Fortuna Düsseldorf, Arminia Bielefeld, dem 1. FC Kaiserslautern, Energie Cottbus und dem MSV Duisburg sowie im Ausland bei der PSV Eindhoven, Dinamo Zagreb und Rapid Wien gespielt. Zwischen 1990 und 2009 bestritt er 213 Erst- und 165 Zweitligaspiele. Zuletzt hatte Koch als Torwart-Trainer und Teammanager bei Viktoria Köln gearbeitet. Im Jahr 2023 hatte der Klub mitgeteilt, dass sich Koch aus privaten Gründen zurückziehe.

Todkrank organisierte er ein Benefizspiel für Kinder

Im Mai 2024 hatte er seine Erkrankung in der „Bild am Sonntag“ öffentlich gemacht. „Es ist unheilbar, ich werde sterben. Aber wann mich der liebe Gott holen wird, hat er noch nicht entschieden“, sagte er damals.

Im Herbst 2024 organisierte Koch noch ein Benefizspiel zwischen seinem Heimatverein VfR Marienfeld und Fortuna Düsseldorf. Die Einnahmen wurden an die Kinderkrebshilfe St. Augustin gespendet.

In seinem letzten Interview – im September 2024 gegenüber Sport1 – sagte er: Es gebe „so viele, die mit Krebs und anderen Krankheiten leben müssen. Ich möchte mich da auch gar nicht in den Vordergrund stellen. (…) Ich gebe hier mein letztes Interview, und dass ich darüber spreche, liegt daran, dass ich als Torwart mal im Vordergrund stand. Ich denke auch an die Kinder auf den Krankenstationen. Ich habe alles erlebt. Die kranken Kinder haben noch gar nichts gesehen. Sie waren wahrscheinlich nicht einmal im Urlaub mit ihren Eltern, weil sie nur auf den Stationen liegen müssen. Das hat mich total bewegt“.

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