Ohne den weiter verletzten Florian Wirtz hat der FC Liverpool in der Premier League einen heftigen Dämpfer im Kampf um die Champions-League-Plätze kassiert. Die Mannschaft von Trainer Arne Slot verlor durch ein Tor in der Nachspielzeit beim Schlusslicht Wolverhampton Wanderers mit 1:2 (0:0).
Der Brasilianer André (90.+4) machte mit seinem Last-Minute-Treffer den Sieg für Wolverhampton perfekt. Zuvor hatte Rodrigo Gomes (78.) die Heimmannschaft in Führung gebracht. Liverpools Stürmerstar Mohamed Salah (83.) erzielte den zwischenzeitlichen Ausgleich. Am Freitag stehen sich beide Teams im FA Cup erneut in Wolverhampton gegenüber.
Die Reds mussten wieder ohne den deutschen Nationalspieler Wirtz auskommen. Der 22-Jährige fehlte immer noch wegen Rückenbeschwerden. Slot hofft, dass der ehemalige Leverkusener in der nächsten Woche wieder im Kader steht. Damit würde Wirtz auch rechtzeitig für die WM-Testspiele am 27. März in der Schweiz und am 30. März gegen Ghana wieder zur Verfügung stehen.
Der FC Liverpool leistet sich den womöglichen Patzer des Jahres
Ungeachtet der Personalie rund um Wirtz geht die Debatte um die Berg- und Talfahrt von Liverpool in dieser Saison weiter. Britische Medien gingen jedenfalls nach der Blamage des Teams gegen den abgeschlagenen Tabellenletzten hart ins Gericht mit dem FC. „Die Wolves schlugen in der 94. Minute zu und bescherten Liverpool damit die demütigendste Niederlage der Saison auf spektakuläre Weise – ein Abend, den Arne Slot und Co. so schnell wie möglich vergessen wollen“, schreibt der „Mirror“.
Insbesondere die Szene aus der 54. Minute. Eine Ecke von Mo Salah hatte Hugo Ekitiké perfekt an den zweiten Pfosten verlängert. Dort standen wenige Zentimeter vor der Linie seine Mitspieler Curtis Jones und Cody Gakpo völlig frei bereit. Doch dann kam es zu einer verhängnisvollen Verkettung unglücklicher Aktionen.
Beide Liverpooler Spieler behinderten sich so sehr gegenseitig, dass sie das eigentlich sichere Tor noch verhinderten. Jones stand schon auf der Linie und wollte das Leder mit der Brust nur noch ins Netz abprallen lassen. Doch Gakpo spitzelte den Ball mit einem langen Bein direkt vor dem wartenden Jones an die Latte. Zu allem Übel war auch noch Liverpools Verteidiger Milos Kerkez nicht geistesgegenwärtig genug, um den zurückprallenden Ball einfach per Kopf einzunicken.
Unterm Strich: ein Spiel zum Vergessen. Der „Independent“ urteilte: „Die Sabotagemission der Wölfe geht weiter, aber Liverpools Probleme gehen über einen einzigen grausamen Moment hinaus. Die Nachspielzeit ist zunehmend keine Arne-Zeit mehr. Für Slot war das Déjà-vu-Gefühl deprimierend. Seine Mannschaft ist Rekordhalter im negativen Sinne, denn sie ist die erste Mannschaft in der Geschichte der Premier League, die fünf Spiele in einer Saison aufgrund von Toren in der 90. Minute oder später verloren hat.“
Und der „Telegraph“ fasste zusammen: „Nach vier Siegen in Folge in allen Wettbewerben für Liverpool kehrte man zu der Unbeständigkeit und Offensivschwäche zurück, die den katastrophalen Herbst geprägt hatten. Nicht einmal Mohamed Salahs Comeback als Torschütze – er erzielte seinen ersten Ligatreffer seit November – konnte Liverpools Stimmung hier heben. Salahs Schwierigkeiten blieben ein Problem für Liverpool. Er erhielt viele Bälle in gefährlichen Bereichen, zeigte jedoch so wenig Qualität, dass die Wolves ihn gerne ungedeckt ließen. Einer seiner Schüsse vom Rand des Strafraums flog so weit über die Latte, dass er drei Torlatten überflogen hätte.“
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