Der SV Werder kann doch noch gewinnen. Nach 13 Spielen gelang den abgestürzten Bremern im Abstiegsduell gegen den Tabellenletzten 1. FC Heidenheim ein erlösendes 2:0 (0:0).
Der dritte Saisontreffer der Stuttgarter Winter-Leihgabe Jovan Milosevic (57.) und ein Eigentor von Hennes Behrens (90.+7) beendeten die Negativserie und bescherten Daniel Thioune in dessen vierten Spiel als Werder-Trainer den ersten Sieg nach drei Niederlagen. Der Erfolg hätte höher ausfallen müssen, doch die Bremer Chancenauswertung war erneut schwach.
Für die Heidenheimer wird die Situation indes nach dem elften Spiel ohne Sieg immer hoffnungsloser. Das Team von Trainer Frank Schmidt hat bei noch zehn Saisonspielen nun schon acht Punkte Rückstand auf den Relegationsplatz, auf den sich die Bremer durch den Erfolg verbesserten.
Ausdruck des Bremer Chancenwuchers, die in der ersten Halbzeit viel Druck ausübten: Milosevic (36.) vergab aus vier Metern nach schöner Vorarbeit vom Romano Schmid. Schmid schaffte es, in der Nachspielzeit frei stehend erst den Pfosten und anschließend nur das Außennetz zu treffen.
Die Erlösung dann nach dem Seitenwechsel. Nach Flanke von Schmid stand Mittelstürmer Milosevic an der richtigen Stelle und nickte den Ball ins Tor. In der Nachspielzeit erledigte der Heidenheimer Behrens den Rest. Danach folgte der Abpfiff – und pure Erleichterung im Weserstadion.
Gladbacher Lebenszeichen
Riesenjubel im Borussia-Park: Borussia Mönchengladbach hat im Abstiegskampf ein Lebenszeichen gegeben und die Negativserie von sieben sieglosen Spielen am Stück beendet. Der fünfmalige deutsche Meister bezwang dem 1. FC Union Berlin mit 1:0 (0:0) und kletterte mit nunmehr 25 Punkten in der Tabelle auf Rang zwölf. Die Gäste, die in der Woche zuvor ihren Negativlauf beendet hatten, halten mit 28 Zählern noch einen Sicherheitsabstand zu den Abstiegsrängen. Kevin Diks erzielte den Treffer für die Gladbacher in der Nachspielzeit (90.+4) per Foulelfmeter.
Jens Castrop hatte auch gleich in der 7. Minute die erste gute Möglichkeit für die Gastgeber, der 22-Jährige scheiterte aber an Union-Keeper Frederik Rönnow. Fünf Minuten später tauchte der junge Mohya erstmals vor dem Tor der Gäste auf, vergab die Chance aber. Einen Kopfball von Haris Tabakovic entschärfte Rönnow kurz darauf. Offensichtlich angetrieben von den ununterbrochenen Fangesängen bestimmten die Gladbacher anfangs die Partie und entwickelten viel Zug zum Tor.
Union stand defensiv ordentlich, hatte wie zu erwarten wenig Ballbesitz und kam kaum zu gelungenen Offensivaktionen. Auch die Gefährlichkeit bei Standards kam nicht zum Tragen, weil die Gladbacher diese weitgehend verhinderten. Die beste Chance zur Führung vergab Diks, der kurz vor der Pause völlig frei stehend über das leere Tor köpfte, nachdem Unions Torwart einen Distanzschuss von Philipp Sander abgewehrt hatte.
Nach 65 Minuten schienen sich die Angriffsbemühungen der Gastgeber zu lohnen. Nach feiner Vorarbeit von Reitz erzielte Diks das lang ersehnte Tor – doch nach Videocheck wurde der Treffer wegen einer Abseitsstellung zuvor nicht gegeben. Erst in der Nachspielzeit verwandelte Diks einen Foulelfmeter, nachdem Unions Stanley Nsoki Hugo Bolin an der Strafraumlinie getroffen hatte.
St. Pauli beendet Hoffenheims Serie
Ein frecher FC St. Pauli hat ausgerechnet bei der heimstarken TSG 1899 Hoffenheim einen überraschenden Auswärtssieg gelandet. Mit dem 1:0 (1:0) beendete die Mannschaft von Trainer Alexander Blessin die Serie des Champions-League-Kandidaten von acht Erfolgen im Sinsheimer Stadion. Mathias Pereira Lage schockte mit seinem ersten Bundesliga-Tor (45.+4) die Kraichgauer unmittelbar vor der Pause.
Eine Woche nach dem 2:1 gegen Werder Bremen hielten die Hamburger danach dem Druck der TSG stand. Dabei hatte der Abstiegskandidat in dieser Saison bis dato außer im Hamburger Stadtderby (2:0 beim HSV) auf fremdem Platz nicht gewonnen und nur zwei Punkte (1:1 in Köln und 0:0 in Mainz) gesammelt.
Als die Hoffenheimer ganz offensichtlich mit den Gedanken schon in der Pause waren, schlugen St. Pauli zu. Nach Saliakas' Flanke schraubte sich Pereira Lage hoch und köpfte zum 1:0 ein. Es war das entscheidende Tor.
Schwere Verletzung von Leverkusener Arthur
Mit einem späten Treffer hat sich Bayer Leverkusen immerhin einen Punkt gegen den abstiegsbedrohten FSV Mainz 05 gesichert, aber erneut Punkte liegen lassen. Vier Tage nach dem Einzug ins Achtelfinale der Champions League kam das Team von Trainer Kasper Hjulmand gegen die Rheinhessen nicht über ein 1:1 (0:0) hinaus. Schwerer als das Remis wog beim Vizemeister aber die Verletzung von Arthur.
Sheraldo Becker (67.) erzielte die Führung für die Gäste, ehe Jarell Quansah (88.) für den Leverkusener Ausgleich sorgte.
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