Nach dem Dreifach-Triumph lieferte die ARD einen Blick in die Historie. Johannes Lochner hatte soeben seine Karriere gekrönt und war erstmals Olympiasieger im Zweierbob geworden. Der 35-Jährige aus Berchtesgaden gewann bei den Spielen in Cortina d'Ampezzo überlegen vor seinem Dauerrivalen Francesco Friedrich. Adam Ammour holte Bronze.

Das Bemerkenswerte: alle drei sind Deutsche, und so unterstrich der deutsche Sender noch einmal das Ereignis. Gezeigt wurden Bilder von drei Momenten, in denen deutsche Athleten bei Olympischen Winterspielen in einem Wettbewerb den kompletten Medaillensatz gewonnen hatten. Gold, Silber und Bronze für Schwarz-Rot-Gold.

„Wir haben mal ein bisschen gekramt in den olympischen Archiven außerhalb des Eiskanals. Es gab schon ein paar Dreifach-Podeste für das deutsche Team“, wusste Moderatorin Stephanie Müller-Spirra zu berichten und erklärte die an die Studiowand geworfenen Fotos.

Zu sehen waren die nordischen Kombinierer Johannes Rydzek, Fabian Rießle und Eric Frenzel, die 2018 in Pyeongchang auf dem Podium standen. Dazu gleich zwei deutsche Medaillen-Triple von 1998, als die Eisschnellläuferinnen Gunda Niemann-Stirnemann, Claudia Pechstein und Anni Friesinger im japanischen Nagano für einen deutschen Triumph über 3000 Meter sorgten. Und die Skirennläuferinnen Katja Seizinger, Martina Ertl und Hilde Gerg, die in der Kombination auf den Plätzen ein, zwei und drei landeten.

Deutschland im Rodeln maximal erfolgreich

Die Eisschnellläuferinnen hatten das in der olympischen Geschichte zuvor bereits zweimal geschafft: die DDR-Athletinnen Andrea Schöne, Karin Enke und Gabi Schönbrunn im Jahr 1984 in Sarajevo über 3.000 Meter ebenso wie Gunda Niemann, Heike Warnicke und Claudia Pechstein acht Jahre später in Albertville über die 5.000 Meter.

Im Eiskanal ist das Phänomen längst Normalität. Mehr als ein halbes Dutzend Mal ließen deutsche Rodler der Konkurrenz aus dem Ausland keine Medaillen übrig. Allein zwischen 1964 und 1988 gelang den DDR-Frauen viermal ein Dreifachsieg.

Der letzte Dreier ist gerade mal vier Jahre her: In Peking gewann Francesco Friedrich Gold vor Johannes Lochner und Christoph Hafer im Zweierbob. Und der nächste könnte bereits am Sonntag, dem Schlusstag der Spiele 2026, folgen. Dann tritt das deutsche Bob-Trio im Viererbob erneut an.

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