Mit wirtschaftlichen Sorgen und angetrieben vom Glauben an Gott geht Emma Weiß in ihre zweiten Olympischen Winterspiele. Bei den Aerials gilt die 26-Jährige aus deutscher Sicht als Einzelkämpferin und spürt das auch bei der Förderung. „Ich muss mich nach wie vor komplett selbst finanzieren“, sagte Weiß im deutschen Teamhotel in Livigno. Am Dienstag (10.45 Uhr) startet die Schwäbin in die Qualifikation, die sie 2022 in Peking nicht überstand. Im Gesamtweltcup liegt sie derzeit auf dem 13. Rang.
Sie kümmere sich um die Sponsoren-Akquise und -Betreuung sowie die Reiseplanung und -organisation. „Eine Saison ist auch gar nicht so billig, wir reden da von circa 70.000 Euro – das muss erst mal reinkommen“, erklärte Weiß, die zumindest auf die Unterstützung durch die Sporthilfe bauen kann. „Aber das deckt gerade einmal einen Bruchteil von dem ab, was ich brauche. Eigentlich muss ich in diesem Jahr von irgendwoher noch ein bisschen Geld kriegen, sonst gehe ich mit einem Minus raus.“ Es lässt tief blicken, mit welchen Sorgen zum Teil die Profis in Deutschland ihren Sport in einigen Bereichen betreiben – und vor allem bewältigen müssen.
Stärke zieht die Ski-Akrobatin seit zwei Jahren aus einem persönlichen Erlebnis, wie sie erzählte: „Ich hatte eine Gottesbegegnung an Pfingsten, die mein Leben auf den Kopf gestellt. Das war sehr intensiv. Mein Leben hat sich ganz schön verändert – aber in der schönsten Version, die man sich vorstellen kann. Seitdem ist die Bibel mein ständiger Begleiter. Ich bin immer wieder erstaunt, wie viel Weisheit in diesem Buch steckt. Seitdem bin ich für Gott unterwegs, versuche die Bühne zu nutzen, um von ihm erzählen zu dürfen, weil ich seine Liebe und seine Gnade spüren durfte, die einfach nicht von dieser Welt ist.“
Bei Olympia will Emma Weiß einen neuen Trick zeigen
Der olympische Aerials-Wettbewerb ist eine Disziplin des Freestyle-Skis, bei der die Athletinnen und Athleten ohne Stöcke über eine steile Schanze springen und in der Luft mehrere Saltos und Schrauben zeigen. Bewertet werden der Absprung, die Ausführung der Tricks in der Luft sowie die Landung, wobei Schwierigkeit und Sauberkeit eine große Rolle spielen. Die Schanze ist 76 Grad steil, Athletinnen wie Weiß fliegen zwölf bis 15 Meter in die Luft hoch mit einer Geschwindigkeit von 55 bis 58 km/h.
Die Athletin aus Albstadt (Zollernalbkreis) ist die einzige, die Deutschland in diesem Sport auf olympischem Niveau vertritt. Beim Weltcup in Kanada vor etwa einem Monat landete sie auf Platz drei und qualifizierte sich damit direkt für Olympia. Ihr Vater Armin Weiß nahm 1992 als Ski-Ballett-Fahrer an den Olympischen Winterspielen in Albertville teil. Seit dem vergangenen Sommer ist er auch ihr Trainer. Beim Wettbewerb in Livigno will sie einen neuen Sprung zeigen. Dieser besteht aus mehreren Saltos und Schrauben.
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