Eine simple Flasche sorgt für Wirbel im olympischen Langlauf-Lager. Ausgerechnet das amerikanische Team um Ben Ogden, der am Dienstag im Sprint überraschend die Silbermedaille holte, steht im Fokus. Der Vorwurf: unerlaubte Hilfsmittel in der Wachszone.

Wie ein Foto von Finnlands Wachsmeister Heikki Tonteri auf Instagram zeigt, hatten die Amerikaner in der Wachszone eine Flasche dabei. In diesem Bereich werden die Ski während der Läufe wieder aufbereitet. Flüssigkeiten sind dort strengstens verboten.

Laut des norwegischen Rundfunksenders NRK gab das US-Team den Regelverstoß zu, gab allerdings an, dass die Flasche nur zur Handreinigung verwendet wurde. Doch die Regeln sind eindeutig. Flüssigkeiten sind nicht erlaubt. Weil die Einspruchsfrist 48 Stunden nach dem Rennen abgelaufen war, bleibt das Ergebnis bestehen.

„Es ist ein belebter Bereich und Fehler passieren“

Auch FIS-Renndirektor Michal Lamplot bestätigte den Vorfall. „Es ist ein belebter Bereich und Fehler passieren“, erklärt er bei NRK. Gleichzeitig beschäftigt ihn noch ein weiterer diskussionswürdiger Vorgang. Denn auch die Norweger sahen sich mit Betrugs-Vorwürfen konfrontiert. Der Grund: eine vermeintlich nicht genehmigte Wachsmaschine.

Die Maschine beschleunigt die Skipflege deutlich. Allerdings hatten die Skandinavier sie offiziell beim Skiverband registriert. Die FIS versäumte es jedoch, die anderen Nationen darüber zu informieren. Ein Fauxpas, der bei vielen Ländern für Ärger sorgte und am Donnerstagabend eine Krisensitzung auslöste.

Lamplot stellt danach klar: „Norwegen hat nichts falsch gemacht. Sie haben um Erlaubnis gebeten und diese erhalten. Der einzige Fehler lag bei mir“, gab der Renndirektor zu. Nach der Freigabe hätte er auch die anderen Teams informieren müssen. Dass das am Ende für ein anderes Ergebnis gesorgt hätte, ist zweifelhaft. Zu stark ist die Dominanz von Langlauf-König Johannes Hoesflot Klaebo.

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