Muriel Mohr hat Monate für ihren Traum von den Olympischen Spielen gekämpft – an Krücken, in der Reha, im Fitnessstudio. Elf Monate nach einem Kreuzbandriss geht die Freeski-Athletin am Samstag bei den Winterspielen im Big Air an den Start. Und das trotz eines herben Rückschlags: Die 19-Jährige hatte sich erst vor neun Tagen im Slopestyle-Training am linken Knie verletzt.
Die Ärzte diagnostizierten „einen kleinen eingeklemmten Meniskuslappen“. Nur einen Tag später wurde sie in München operiert, das eingeklemmte Meniskusstück arthroskopisch entfernt. Nur acht Tage nach der Operation geht Mohr nun in ihrer Paradedisziplin an den Start. Ein Start, der Erinnerungen an das Drama um Lindsey Vonn weckt, die die Abfahrt der Damen mit einem Kreuzbandriss bestritt und schwer stürzte.
Mohr ist zuversichtlich, dass sie in der Qualifikation an diesem Samstag um 19.30 Uhr startet. „Ich war gestern in Livigno wieder auf Ski gestanden. Es hat sich gut angefühlt, ich bin schmerzfrei. Sollte sich alles so weiterentwickeln wie bisher, möchte ich bei der Big-Air-Qualifikation an den Start gehen“, sagte sie.
Schmerzfrei war sie lange Zeit nicht. Mohr hatte sich im vergangenen März bei der Weltmeisterschaft in der Schweiz bei einem Trainingssprung das Kreuzband gerissen. Einen Tag später wurde sie operiert. Sofort nahm sie den Kampf an, um ihren Traum von den Olympischen Spielen zu realisieren.
„Als klar war, welche Verletzung ich habe, ging mein Blick sofort nach vorn. Ich habe die Monate ausgerechnet, ob ich es bis dahin zurückschaffen kann“, sagte Mohr im vergangenen November. Sie schaffte es, bestand den Belastungstest und qualifizierte sich für die Olympischen Spiele.
Sprünge bis 15 Meter Höhe
Dann der Schock im Snowpark von Livigno. Wieder ein Sturz im Training, wieder eine Knieverletzung. Zwar kein Kreuzbandriss, aber dennoch war die Operation unausweichlich, wenn sie bei den Spielen starten will.
„Nachdem Muriel nun auch den letzten und entscheidenden Back-to-Sport-Test erfolgreich absolvieren konnte, spricht aus medizinischer Sicht nichts gegen eine Teilnahme am Big-Air-Event. Das Knie ist stabil und voll belastbar“, sagte Operateur Dr. Manuel Köhne.
Beim Big-Air-Wettbewerb springen die Frauen bis zu 25 Meter weit. Bei der Olympia-Schanze, die eine Neigung von 28 Grad hat, können sie bis zu 15 Meter hoch springen, um ihre Tricks zu machen.
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