Dicke schwarzgefärbte Tränen liefen Jutta Leerdam über die Wangen. Das Mascara des Eisschnelllauf-Stars hatte Spuren hinterlassen. Dunkle Farben in ihrem hellsten Moment. Die polarisierende Niederländerin hatte bei den Olympischen Winterspielen in Italien soeben Gold über 1000 Meter gewonnen.
Die Topfavoritin und Verlobte von US-Influencer Jake Paul gewann in olympischer Rekordzeit von 1:12,31 Minuten. Vor vier Jahren in Peking musste sich das Glamour-Girl noch mit Silber begnügen und hatte in der Zwischenzeit einige schwierige Situation zu überstehen.
Zweite wurde Leerdams Landsfrau Femke Kok mit einer Zeit von 1:12,59 Minuten vor der Peking-Olympiasiegerin Miho Takagi aus Japan (1:13,95 Minuten). Anna Ostlender als einzige deutsche Teilnehmerin belegte bei ihrem Olympia-Debüt in 1:16,83 Minuten den 21. Rang und hatte mit der Medaillenentscheidung nichts zu tun.
Leerdam in den sozialen Medien ein Superstar
Im Fokus stand stattdessen Leerdam. Die 27-Jährige war nach drei Weltcup-Siegen in dieser Saison über die 1.000 Meter als Goldkandidatin nach Mailand angereist. Und auch abseits des Eises sorgt sie für Schlagzeilen. In den sozialen Medien ist sie ein Superstar – allein auf Instagram hat sie fünf Millionen Follower.
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Und dann ist da noch ihre Beziehung mit Paul, der auch für seine Boxkämpfe – zuletzt gegen den ehemaligen Weltmeister Anthony Joshua – bekannt ist. Dem Influencer folgen auf seinen Kanälen knapp 50 Millionen Menschen.
Für die Reise nach Mailand hatte er Leerdam einen Privatjet gekauft, mit dem sie dann auch separiert von ihren Teamkolleginnen zu den Olympischen Spielen angereist war. Paul feuerte seine Verlobte mit einem Schal in den orangefarbenen Farben des niederländischen Teams über den Schultern an und reagierte emotional.
Wie Leerdam auf dem Eis, kamen auch Paul auf der Tribüne die Tränen. Momente des Glücks und der Erleichterung, zumal Konkurrentin Kok in ihrem Lauf zuvor einen neuen Olympischen Rekord gelaufen war. Leerdam aber unterbot die Bestmarke.
Damit zeigte es Leerdam auch allen Bedenkenträgern und Neidern, die die millionenschwere Werbe-Ikone immer wieder für ihren extrovertierten Lebensstil und ihren freizügigen Umgang mit ihrem Körper kritisiert hatten.
Vor allem in ihrem Heimatland ist Leerdam umstritten. Zuletzt weigerte sie sich, mit der schreibenden Presse vor der 1000-Meter-Entscheidung zu sprechen. Die Antwort gab die Weltmeisterin von 2020 und 2023 nun auf dem Eis im Milano Speed Skating Stadium.
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