Olympiasieger Max Langenhan hat die produzierten Fernsehbilder beim Rodeln auf der neu gebauten Bahn im Cortina Sliding Centre kritisiert.

Zwar setze das Unternehmen Olympic Broadcasting Services (OBS) eine Drohne für spektakuläre Bilder ein, doch insgesamt sei es zu wenig. „Das mit der Drohne ist schon ganz cool. Aber sie ist zu weit weg. Es gab da wohl sicherheitsrelevante Themen“, sagte der 26 Jahre alte Rodler.

„Ansonsten, wenn ich ehrlich sein darf, und da wird mich vielleicht jemand köpfen, ich fand das IOC-Fernsehen-Broadcast-Bild richtig schlecht“, fand Langenhan klare Worte: „Irgendwie muss man da ehrlich sein, wenn mehrere Kurven gar nicht gezeigt werden. Und wenn das für uns Schlüsselstellen sind, ist das schon doof.“

„Charakter der Bahn total verwaschen“

Er hoffe auf Änderungen, wenigstens beim Bob, „weil so dieser ganze Charakter der Bahn durch dieses Fernsehbild eigentlich total verwaschen wurde“, so Langenhan: „Am Ende ist es ein bisschen traurig, wenn man die Chance hat und hier ein Haufen Geld vom Broadcast-Team investiert wird.“ Jedes Weltcup-Bild sei besser gewesen, kritisierte der Weltmeister.

Zu den Drohnen-Bildern bei den olympischen Wettbewerben erklärte IOC-Sportdirektor Pierre Ducrey: „Wenn man die TV-Übertragung eines solchen Events vorbereitet, dann verbringt man viel Zeit mit Tests, auch mit einigen der besten Athleten. Damit die Distanzen stimmen, der Geräuschpegel und das Ausmaß, in dem es Störungen gibt. Daran haben wir viel gearbeitet, um sicherzustellen, dass wir die Bilder produzieren können, die man sieht und auf die wir sehr stolz sind.“

Seiner Meinung nach sind die Fernsehbilder „wirklich innovativ, wenn es um die Action geht. Und wir stellen sicher, dass es nicht die Leistungen beeinflusst. Das ist eine Entwicklung.“

Felix Loch, ebenfalls deutscher Rodler, sagte zu den Drohnen: „Du hörst sie zwar kurz bevor es losgeht, aber sobald die Ampel grün ist und du dort fährst, kriegst du es nicht mit. Es sind andere Bilder. Das schaut wirklich ganz cool aus. Es ist mal ganz eine schöne Sache, was die Jungs dort machen. Man sieht es ja immer mehr in den verschiedensten Sportarten. Natürlich ist es bei uns ein bisschen schwieriger als auf einem Skihang oder einer Schanze. Aber sie probieren es – und das ist schon ganz eine coole Sache.“

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