Mit zwei Elfmetertoren von Harry Kane und einem Dreierpack von Luis Díaz hat der FC Bayern nach einer frühen Roten Karte für Hoffenheim seine Führungsstellung im deutschen Fußball klar bestätigt. Beim 5:1 (3:1) in München konnte der Rekordmeister trotz eines Patzers von Kapitän Manuel Neuer im Torhüterduell mit dem tadellosen Nationalkeeper Oliver Baumann wieder den Sechs-Punkte-Vorsprung auf Borussia Dortmund herausschießen.
Zwei sicher verwandelte Elfer von Torjäger Kane (20./45. Minute) und gleich drei Treffer von Flügelstürmer Luis Díaz (45.+2/62./89.) mündeten in einem am Ende deutlichen Heimsieg der Münchner, die aber defensiv in Überzahl viel zu viel zuließen. Mann des Spiels war Díaz, der auch beide Elfmeter herausholte.
Der Tabellendritte aus Hoffenheim scheiterte in der Allianz Arena auch an sich selbst, weil die Gäste nach dem harten Platzverweis für Kevin Akpoguma (18.) bei der Torausbeute versagten. In Unterzahl traf nur Routinier Andrej Kramaric zum zwischenzeitlichen 1:1 nach einem Blackout von Neuer (35.).
Nagelsmann sieht starken Baumann – und Neuers Blackout
Bei der Seitenwahl vor dem Anpfiff hatten sich die Kapitäne Neuer und Baumann kurz umarmt. Auf der Tribüne saß Bundestrainer Julian Nagelsmann, der wie die 75.000 Zuschauer sehr genau auf das Torhüterduell blickte. Gerade nach der neuerlichen Verletzung von Marc-André ter Stegen, den Nagelsmann eigentlich für die WM im Sommer als Nummer eins eingeplant hatte.
Auch wenn Neuer den Rasen nach dem Bundesliga-Topspiel als Sieger verließ, war Baumann der Gewinner des Torhütervergleichs. Die Leistung des 35-Jährigen war makellos. Baumann reagierte nicht nur mehrfach spektakulär bei Abschlüssen von Bayern-Torjäger Kane. Baumann war in Länderspielform.
„Viel Energie, viel Spaß, viel Fokus, viel Motivation“ hatte Bayern-Trainer Vincent Kompany in der langen Münchner Trainingswoche verspürt. Aber es zeigte sich, dass die Bayern-Stars um Geburtstagskind Joshua Kimmich (31) gerade nicht die beste Saisonphase durchlaufen.
Abonnieren Sie WELTMeister bei Spotify, Apple Podcasts oder direkt per RSS-Feed.
Die Schlüsselmomente liefen aber für sie. Vor allem in der 20. Minute, als der unglücklich agierende Verteidiger Akpoguma im Strafraum Díaz niederrang und Schiedsrichter Tobias Stieler nicht nur auf den Elfmeterpunkt zeigte, sondern auch noch die Rote Karte für den entsetzten TSG-Verteidiger zückte. Eine harte Entscheidung.
Luis Díaz holt beide Elfmeter raus
Kane verwandelte eiskalt seinen 100. Elfmeter als Profi. Und auch beim zweiten Strafstoß ließ er Baumann keine Chance. Wieder rauschte der Ball in die linke Torecke. Und es war wieder Díaz, der den Strafstoß clever gegen Gegenspieler Vladimir Coufal herausholte. Direkt danach erhöhte der Kolumbianer auf Zuspiel von Kane auf 3:1, zur Pause war das eine Vorentscheidung.
Eigentlich hätte die Überzahl für eine freie Bayern-Fahrt sorgen müssen. Aber es beeindruckte, wie sich die Hoffenheimer mit zehn Mann aufbäumten. Nach dem 0:1 vergaben sie aber mehrere Großchancen. Verteidiger Ozan Kabak köpfte neben das Tor (25.). Stürmer Fisnik Asllani köpfte an die Latte (29.). Und Kramaric scheiterte vor seinem neunten Saisontor frei am da blendend haltenden Neuer (33.). Aber auch Kane verfehlte einmal das leere Tor (27.).
„Heute haben wir einen Gegner, der uns im Detail aufzeigen wird, was wir schon können und was nicht“, hatte Hoffenheims Trainer Christian Ilzer vor dem Anpfiff gesagt. Auch wenn mit den Elfmetern und besonders der Roten Karte viel gegen den Tabellendritten lief, konnten die Hoffenheimer nachweisen, warum sie ein ernsthafter Champions-League-Kandidat sind.
Haftungsausschluss: Das Urheberrecht dieses Artikels liegt bei seinem ursprünglichen Autor. Der Zweck dieses Artikels besteht in der erneuten Veröffentlichung zu ausschließlich Informationszwecken und stellt keine Anlageberatung dar. Sollten dennoch Verstöße vorliegen, nehmen Sie bitte umgehend Kontakt mit uns auf. Korrektur Oder wir werden Maßnahmen zur Löschung ergreifen. Danke