Kurz vor Beginn der Olympischen Winterspiele gibt es Ärger um einen der Auftritte bei der Eröffnungsfeier in Mailand: Der Italo-Rapper Ghali hat behauptet, vom Singen der italienischen Nationalhymne ausgeschlossen worden zu sein. Der 32-Jährige – außerhalb Italiens wenig bekannt, im Land aber ein Superstar – gehört zu den Künstlern, die bei der Eröffnungsshow vor mehr als 70.000 Zuschauern im San-Siro-Stadion auftreten sollen. Die Hymne soll von der italienischen Sängerin Laura Pausini kommen.

Auf seinem Instagram-Account schrieb Ghali, der mit Nachnamen Amdouni heißt: „Ich weiß, warum ich die italienische Nationalhymne nicht mehr singen durfte. Ich weiß auch, dass mein Schweigen Lärm macht. Ich weiß, dass alles ein großes Theater ist.“ Eine genauere Erklärung blieb er allerdings schuldig.

Ghali wurde in Mailand als Sohn tunesischer Eltern geboren. Er wuchs in Baggio am Rande Mailands auf. Der Rapper ist für seine propalästinensischen Positionen bekannt. Bei einem Auftritt beim Sanremo-Musikfestival vor zwei Jahren sagte er nach seiner Gesangseinlage „Stoppt den Genozid!“ und sorgte damit für heftige Kontroversen. Israels Botschafter in Rom warf Ghali damals vor, „Hass und Provokationen“ zu verbreiten.

Rechte Koalition zuvor schon mit Kritik an Ghali

Aus der rechten Dreier-Koalition von Ministerpräsidentin Giorgia Meloni, die in Rom an der Regierung ist, hatte es zuvor schon Kritik an Ghalis Auftritt bei der Eröffnungsfeier gegeben. Sportminister Andrea Abodi kündigte an, der Rapper werde „auf der Bühne seine Meinung nicht äußern“. Bei der Eröffnungsfeier müssten „Grundsätze der olympischen Werte“ eingehalten werden. Die kleinere Regierungspartei Lega warf Ghali vorab bereits vor, Italien „demütigen“ zu wollen.

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Bei der Eröffnungsfeier treten auch Musiker wie Andrea Bocelli, Cecilia Bartoli, Lang Lang und Mariah Carey auf. Als letzte Fackelträger sind die italienischen Skifahrer Alberto Tomba und Deborah Compagnoni im Gespräch.

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