Die russische Eiskunstläuferin Kamila Valieva hat nach vierjähriger Dopingsperre ihr Wettkampf-Comeback gefeiert. Die Streitigkeiten über ihren positiven Test hatten die Olympischen Winterspiele in Peking im Jahr 2022 überschattet.

Die 19-jährige Valieva trat am Samstag im Viertelfinale der russischen Eiskunstlauf-Meisterschaften in Moskau an. Sie startete mit einem vierfachen Toeloop-Sprung und qualifizierte sich als Vierte für das Halbfinale am Sonntag. Die im russischen Fernsehen übertragene Veranstaltung war kein typischer Eiskunstlaufwettbewerb. Anders als sonst wurden nur für Sprünge Punkte vergeben.

Valieva wurde von den Fans frenetisch bejubelt, es waren auch Plakate für sie zu sehen. „Ich liebe diesen Sport und bin so glücklich hier zu sein“, sagte sie nach ihrem Start dem russischen Staatsfernsehen. Die damals 15-jährige Valieva – als Wunderkind betitelt – stand während der Spiele 2022 in Peking im Mittelpunkt, weil eine zwei Monate zuvor abgegebene Probe positiv auf die verbotene Substanz Trimetazidin getestet wurde. Dabei handelt es sich um Herzmedikament.

Damals hatte Valieva bereits die Goldmedaille im Teamwettbewerb gewonnen. Später wurde sie disqualifiziert, wodurch die USA auf den ersten Platz vorrückten. Valieva durfte im Einzel trotzdem starten, war auch eine Anwärterin auf die Goldmedaille, belegte jedoch nur den vierten Platz und wurde von ihrer Trainerin Eteri Tutberidze nach der verpatzten Kür scharf kritisiert.

Höhere Altersgrenze im Eiskunstlauf

Valieva verbüßte schließlich eine vierjährige Sperre, die im Dezember auslief. Sie probierte unter anderem vor dem Schweizer Bundesgericht im vergangenen Jahr, diese vorzeitig aufzuheben.

Im Vergleich zu den Winterspielen 2022 wurden im Eiskunstlauf die Regeln geändert. Das Mindestalter für einen Start in Mailand und Cortina liegt nun bei 17 Jahren. Valieva kann sich nicht für die Spiele im Februar qualifizieren. Landsfrau Adeliia Petrosian wird dort als neutrale Einzelathletin um die Goldmedaille kämpfen.

Ebenfalls am Samstag kehrte Alexandra Ignatova zurück, die unter ihrem Mädchennamen Alexandra Trusova die Silbermedaille bei den Olympischen Spielen 2022 gewonnen hatte. Sie trat zum ersten Mal seit der Geburt ihres Kindes im vergangenen Jahr wieder an und erreichte das Halbfinale nicht.

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