Der ESC Erstfeld ist sonst nicht für große Schlagzeilen bekannt. Der Schweizer Klub pflegt ein Nischendasein in der siebten Liga seines Landes. Nun aber sorgt ein Skandal innerhalb des Vereins über die Landesgrenzen hinweg für Aufsehen. Der Kassenwart des Klubs hat von Januar 2024 bis November 2025 Gelder in Höhe von 173.296 Schweizer Franken (rund 189.000 Euro) veruntreut. Das geht aus einer Pressemitteilung des Vereins vom Dienstag hervor.

Zuvor wurde Erstfeld am Montag von „Blick“ mit den Vorwürfen konfrontiert. Dem Bericht der Schweizer Boulevardzeitung zufolge habe „er das Geld für OnlyFans und Pornoseiten hinterzogen“. So wird ein namentlich nicht genannter Informant von der Zeitung zitiert. Der Verein habe die Mitglieder zunächst auf einer außerordentlichen Generalversammlung informiert, bevor am Dienstag das öffentliche Statement folgte.

Darin heißt es: „Am 19. November 2025 stellte der Vorstand des ESC Erstfeld zufällig fest, dass in der Vergangenheit auf den Vereinskonti Transaktionen ausgeführt worden waren, die nicht dem Vereinsbetrieb zugeordnet werden konnten. Noch gleichentags traf der Vorstand verschiedene Sicherungsmaßnahmen, um das Vereinsvermögen vor weiterem finanziellen Schaden zu schützen. Mit professioneller Unterstützung Dritter wurde der Sachverhalt in der Folge aufgearbeitet.“

Der Kassenwart wurde „mit sofortiger Wirkung von sämtlichen seinen Aufgaben entbunden“. Er habe sich in Gesprächen „kooperativ“ gezeigt und eine Rückzahlungsvereinbarung unterzeichnet, teilte der Verein mit. „Darin verpflichtet er sich, den zweckentfremdeten Betrag vollständig zurückzubezahlen und den Verein dadurch langfristig schadlos zu halten“, heißt es in der Mitteilung. Ob das Geld wirklich für OnlyFans-Abonnements oder Pornos genutzt wurde, bestätigte der Verein nicht. Es sei für „persönliche Zwecke“ verwendet worden, hieß es allgemein gehalten.

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