Die Union möchte offenbar, dass sich Deutschland für die Austragung der Fußball-Weltmeisterschaft 2042 bewirbt. Dies geht laut einem Bericht der „Rheinischen Post“ aus einem Antrag für den Bundesparteitag hervor. Demnach werde empfohlen, dem Plan zuzustimmen. Die CDU wolle damit auch eine Botschaft in Richtung von autoritären Staaten schicken.

Deutschland hat bereits zweimal eine Fußball-WM ausgetragen: 1974, als die deutsche Elf Weltmeister wurde, und 2006, als Deutschland das „Sommermärchen“ feierte und letztlich Dritter wurde. Zuletzt fand auch die EM 2024 in der Bundesrepublik statt.

Über den Antrag soll am 20.-21. Februar beim CDU-Bundesparteitag in Stuttgart entschieden werden. Die „Rheinische Post“ zitiert daraus: „Die CDU Deutschlands befürwortet eine Bewerbung Deutschlands bei der FIFA als Austragungsort der Fußball-Weltmeisterschaft (Fifa World Cup) der Männer für das Jahr 2042.“

Weiter heißt es darin, die Bundesregierung werde ermutigt, ein Konzept für Deutschland als Veranstalter zu entwickeln „und eine Bewerbung des DFB zu unterstützen“.

Positive wirtschaftliche Effekte erhofft

Über die von Deutschland ausgerichtete WM 2006 wird geschrieben: „Deutschland konnte sich gegenüber der ganzen Welt als offenes, modernes, lebensfrohes und gastfreundliches Land präsentieren.“ Zudem hatte die EM 2024 auch einen sehr positiven wirtschaftlichen Effekt auf Deutschland. Die Gesamtwertschöpfung lag damals bei rund 7,44 Milliarden Euro an. Das zeigte eine Studie von Nielsen Sports, die Uefa und DFB im August 2024 veröffentlichten.

Im Antrag heißt es dazu: „Ein ähnlicher, wenn nicht größerer positiver wirtschaftlicher Effekt ist bei der Ausrichtung der größeren Fußball-Weltmeisterschaft zu erwarten.“

Zudem richtet sich der Antrag auch gegen Bewerbungen und Turnier-Ausrichtungen von autoritären Ländern (Katar 2022, Saudi-Arabien 2034). Dazu heißt es: „Eine Austragung ist eine Einladung an die Welt, Kultur kennenzulernen und Gastfreundschaft in Deutschland mitzuerleben.“ Bei Ländern wie Katar und Saudi-Arabien gehe es primär darum, das „eigene Image aufzupolieren“. Deutschland solle hingegen in den Mittelpunkt stellen, „als Ausrichtungsland die Werte des Fußballs wie zum Beispiel Fairplay als Rechtsstaat und Demokratie zu vertreten“.

DFB-Präsident Bernd Neuendorf hatte zuletzt betont, dass er sich grundsätzlich vorstellen könne, sich mit einer WM-Bewerbung für 2038 oder 2042 auseinanderzusetzen. „Klar ist, dass es nur wenige Verbände in der Welt gibt, die die Infrastruktur haben, um ein solches Turnier mit 48 Mannschaften und den damit einhergehenden Anforderungen zu stemmen. Wir können selbstbewusst sagen, dass wir eine ausgezeichnete Infrastruktur besitzen“, sagte Neuendorf. Nun bekommt er wohl auch Unterstützung aus der Politik.

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