Bei einem bewaffneten Angriff auf einen Fußballplatz im Zentrum Mexikos sind nach örtlichen Behördenangaben mindestens elf Menschen getötet worden. Zwölf weitere Menschen hätten Schussverletzungen davongetragen und würden medizinisch versorgt, erklärte das Büro des Bürgermeisters der Stadt Salamanca, César Prieto, im zentralen Bundesstaat Guanajuato. Die Sicherheitskräfte hätten einen Einsatz gestartet, um die Täter ausfindig zu machen.

Prieto zufolge stürmten bewaffnete Männer nach einem Spiel auf den Fußballplatz und eröffneten das Feuer auf die Anwesenden. Zehn Menschen seien noch vor Ort gestorben, ein weiterer Mensch starb demnach später in einem Krankenhaus.

Am Samstag waren in der gleichen Stadt vier Säcke mit menschlichen Überresten gefunden worden. Prieto rief die mexikanische Präsidentin Claudia Sheinbaum auf, ihm dabei zu helfen, in seiner Stadt „den Frieden, die Ruhe und die Sicherheit wiederherzustellen“.

Mexiko leidet seit vielen Jahren unter der Gewalt mächtiger Drogenkartelle

Guanajuato ist ein florierendes Industriezentrum mit mehreren beliebten Touristenzielen. Offiziellen Statistiken zufolge ist Guanajuato jedoch der mexikanische Bundesstaat mit der höchsten Mordrate. Grund sind Bandenkriege um Territorien.

Mexiko leidet seit vielen Jahren unter der Gewalt mächtiger Drogenkartelle. Seit dem Start einer umstrittenen Militäroperation zur Drogenbekämpfung im Jahr 2006 sind in dem Land offiziellen Angaben zufolge mehr als 450.000 Morde verzeichnet worden.

Eines der aufsehenerregendsten Verbrechen in jüngster Vergangenheit wurde im vergangenen August publik. Ermittler fanden auf einem Grundstück ein Massengrab in der Ortschaft La Calera im Bundesstaat Guanajuato, in dem 32 Leichen lagen. Es handelte es sich um den größten Leichenfund in Guanajuato seit fünf Jahren.

Nach offiziellen Angaben gelten zudem insgesamt knapp 130.000 Menschen in Mexiko als vermisst. Viele von ihnen dürften von Verbrechersyndikaten verschleppt und ermordet worden sein. Über 95 Prozent der Fälle bleiben ungelöst, und Angehörige müssen oft selbst nach den Vermissten suchen, da staatliche Ermittlungen mangelhaft sind.

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