Der VfB Stuttgart bleibt durch einen verdienten Sieg bei Lieblingsgegner Borussia Mönchengladbach gut im Rennen um die Champions-League-Teilnahme. Die seit fast zwei Monaten in der Bundesliga ungeschlagenen Schwaben gewannen mit 3:0 (1:0) in Gladbach und feierten den 17. Sieg insgesamt am Niederrhein – so häufig wie bei keinem anderen Gegner. Jamie Leweling (30. Minute), ein Eigentor von Joe Scally (67.) und der eingewechselte Deniz Undav (74.) sorgten für die Tore für das Team von Trainer Sebastian Hoeneß, das in der zweiten Halbzeit souverän wurde.

Leweling hatte zuvor gegen die zunächst engagierteren Borussen einen Handelfmeter verursacht. Den Versuch von Gladbachs Torjäger Haris Tabakovic parierte VfB-Keeper Alexander Nübel (12.) jedoch. „Dadurch, dass Alex den Elfmeter hält, kommen wir einfacher ins Spiel. Nach dem verschossenen Elfmeter war es gefühlt schon fast klar, dass wir gewinnen werden“, sagte Undav bei DAZN.

Der Stürmer richtete dann auch noch einige Worte an seine Kritiker. „Ich war ja wieder der schlechte Stürmer nach zwei Spielen, in denen ich kein Tor gemacht habe. Nur, weil ich ein paar Chancen nicht reingemacht habe. Aber ich frage mich immer, welcher Spieler macht jede Chance rein? Alle reden viel. Auch die Medien“, sagte Undav, der sein Tor mit einer entsprechenden Geste versah. Und weiter: „Was ich seit November gemacht habe, weiß – glaube ich – jeder und dass man jetzt nach zwei Spielen so nervt: ‚Schlechtester Stürmer, der kann nichts und was weiß ich‘. Deshalb wollte ich sagen: Einfach mal den Mund halten und fertig.“ Seit November erzielte Undav zwölf seiner 13 Pflichtspiel-Treffer in dieser Saison.

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Mit nun zehn Punkten aus vier Bundesliga-Spielen im Januar gehen die Schwaben als Tabellenvierter in das Baden-Württemberg-Duell gegen den SC Freiburg am kommenden Sonntag. „Rückwärts betrachtet ist der Sieg verdient“, urteilte Hoeneß.

Die seit nunmehr drei Spielen sieglosen Borussen stagnieren als Elfter im Mittelfeld der Tabelle. Gegen Stuttgart waren sie zunächst besser im Spiel und giftiger in den Zweikämpfen. Pech hatten sie indes immer wieder im letzten Angriffsdrittel. Insbesondere Kopfball-Spezialist Tabakovic agierte diesmal unglücklich und offenbarte mit dem Ball am Fuß doch arge Unzulänglichkeiten. „Mit meinem Elfmeter könnte das Spiel auch in eine andere Richtung gehen. Ich finde, dass Stuttgart am Anfang etwas verunsichert war, wir haben das ganz gut gemacht“, sagte Tabakovic und übte Selbstkritik: „Ich muss die Verantwortung übernehmen, dass es nicht 1:0 für uns steht, ich kläglich verschieße.“

Die Führung für die Gäste fiel wie aus dem Nichts. Die erste Chance konnte Leweling auch nur nutzen, weil Borussias Defensive einmal nicht auf der Höhe war. Scally ließ den Ball bei einer unglücklichen Aktion dem VfB-Angreifer vor die Füße tropfen und der Nationalspieler bedankte sich auf seine Art.

Die Führung gab den individuell deutlich stärkeren Gästen mehr Sicherheit, während Gladbach mehr und mehr nach offensiven Lösungen suchte. Obwohl die Borussia insgesamt besser im Spiel war, gab es zur Pause Pfiffe aus der Nordkurve. Für Gladbach wäre deutlich mehr drin gewesen.

Hoeneß kann von der Bank nachlegen

Mit der Führung im Rücken wurde es für die qualitativ deutlich besser besetzten Stuttgarter nach der Pause einfacher. Das Spiel des VfB wurde souveräner und Hoeneß konnte von der Bank noch nachlegen. Chris Führich und Undav, die nach der 0:2-Niederlage in der Europa League bei der AS Rom aus der Startelf rotiert wurden, kamen aufs Feld und sorgten für noch mehr offensive Stärke und vor allem die Entscheidung.

Führich war es auch, der wenige Minuten nach seiner Einwechslung eine Ecke vor das Tor trat, bei der Scally wieder zum Unglücksraben wurde. Vom Rücken des US-Profis prallte der Ball in die lange Ecke des Gladbacher Tores. Die Borussia wurde von den Gästen jetzt permanent in die eigene Hälfte gedrückt und kam kaum noch gefährlich vor das VfB-Tor.

Bei einem der vielen offensiv gewonnenen Bälle spielte Undav schließlich seine Stärke aus und schloss entscheidend zum 3:0 ab. Daraufhin verließen etliche Borussen-Fans das Stadion, das Spiel war endgültig gelaufen.

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