Nur eine Woche nach den Vorfällen rund um die Zweitliga-Partie zwischen Hertha BSC und dem FC Schalke 04 ist auch die Partie zwischen dem 1. FC Magdeburg und Dynamo Dresden von Ausschreitungen überschattet worden.

Wie das Innenministerium von Sachsen-Anhalt am Sonntag mitteilte, wurden mindestens 64 Polizisten verletzt. Die Polizisten seien mit Pyrotechnik beschossen, mit Absperrgittern und Steinen beworfen sowie mit einem Gullydeckel und Gehwegplatten angegriffen worden.

Nach Angaben der Polizei wird in mehreren Verfahren ermittelt. In der Halbzeitpause kam es offenbar im Außenbereich des Stadions zu Ausschreitungen durch FCM-Anhänger gegen eingesetzte Polizeikräfte. Es wurden zwei Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts des schweren Landfriedensbruchs eingeleitet.

Während des Spiels war zudem mehrfach Pyrotechnik durch beide Fanlager abgebrannt worden. Weiterhin kam es laut der Polizei im Magdeburger Stadtgebiet zu weiteren Straftaten wie zu einer räuberischen Erpressung und Sachbeschädigungen. Die Ermittlungen zu allen Sachverhalten dauern an, hieß es.

Polizei-Gewerkschaft kritisiert Fans

Die Gewerkschaft der Polizei verurteilte die Ausschreitungen. „Fußball soll Menschen zusammenbringen - nicht Einsatzkräfte, Fans oder Unbeteiligte in Gefahr bringen“, hieß es in einer Erklärung. „Wer Pyrotechnik in dicht gefüllten Blöcken zündet, Raketen und Böller in Menschenmengen wirft oder Polizeikräfte angreift, hat jedes Recht verwirkt, sich Fan zu nennen. Hier reden wir über Straftäter.“

Am Samstag waren mehrere hundert Beamtinnen und Beamte aus verschiedenen Bundesländern sowie Kräfte der Bundespolizei in Magdeburg im Einsatz gewesen. Dresden hatte die Partie mit 2:1 gewonnen.

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