Frankreich setzt bei der Handball-Europameisterschaft ein deutliches Ausrufezeichen. Im zweiten Hauptrundenspiel überrollte der Titelverteidiger Portugal mit 46:38 und entschied die Partie praktisch schon vor der Pause. Nach einer furiosen ersten Halbzeit lag „Les Bleus“ bereits mit 28:15 vorn.
Damit stellten die Franzosen einen neuen EM-Rekord auf: Noch nie hatte ein Team in einem Durchgang 28 Tore erzielt. Der bisherige Bestwert hatte bei 26 Treffern gelegen, aufgestellt von Polen 2014 gegen Belarus. Mit insgesamt 46 Toren erreichte Frankreich zudem erneut die eigene Bestmarke aus dem Spiel gegen die Ukraine (46:26) vom vergangenen Samstag. Zudem war es mit 84 Treffern das torreichste Spiel der EM-Historie. Die Bisherige Bestmarke stand bei 81, aufgestellt vor wenigen Tagen in der Vorrunde zwischen Slowenien und Nordmazedonien (41:40).
Diese Leistung dürfte auch das DHB-Team aufmerksam registriert haben. Deutschland trifft am Mittwoch zum Abschluss der Hauptrunde um 18.00 Uhr (ZDF und Dyn) auf Frankreich.
Nach der knappen Niederlage gegen Dänemark (29:32) zeigte sich die Mannschaft von Trainer Guillaume Gille von Beginn an entfesselt. Angeführt von Dika Mem (28/Barcelona) startete der dreimalige Olympiasieger mit hohem Tempo und maximaler Konsequenz. Der Rückraumspieler suchte früh den Abschluss und blieb makellos: Alle acht Würfe des künftigen Berliners fanden ihr Ziel.
Erste Parade des Torwarts nach 20 Minuten
Schon nach acht Minuten stand es 9:4. Von Portugals blendender Form, die in der Vorrunde in einem sensationellen Sie über Dänemark gipfelte, war nichts mehr zu sehen. Trainer Paulo Pereira reagierte zwar mit einer frühen Auszeit, doch der französische Offensivzug war nicht zu stoppen. In der 18. Minute betrug der Vorsprung erstmals zehn Tore (18:8). Die sonst so stabile portugiesische Abwehr wirkte überfordert, Torhüter Tonicher gelang erst in der 20. Minute die erste Parade.
Die Zahlen zur Pause unterstrichen die Dominanz: 28 von 31 Würfen hatte Frankreich verwandelt, eine Quote von fast 90 Prozent. Zum Vergleich: Deutschland kam im ersten Durchgang seines Sieges gegen Portugal (32:30) auf elf Treffer.
Vor 11.807 Zuschauern geriet die zweite Hälfte zur Formsache. Frankreich verwaltete den Vorsprung souverän und steht nun bei vier Punkten in der Hauptrunde, Portugal blieb bei zwei Zählern. Am Sonntag spielen zudem noch Dänemark gegen Spanien und Deutschland gegen Norwegen.
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