Sie zählen zu Deutschlands Goldkandidatinnen bei den Olympischen Winterspielen in Cortina d'Ampezzo – an diesem Samstag aber mussten die Rodlerinnen Dajana Eitberger und Magdalene Matschina einen Schreckmoment überstehen.

Beim Heim-Weltcup in Oberhof stürzte das Duo vom RC Ilmenau und SV Bad Feilnbach nach einem Fahrfehler in Kurve zehn. So blieb es im Weltcup trotz der drittbesten Zeit im Finallauf bei Rang 14. Besser machte es das Thüringer Doppel Elisa Storch und Pauline Patz, die mit Platz zwei hinter den siegreichen Österreicherinnen Selina Egle und Lara Kipp das beste Weltcup-Resultat ihrer Karriere einfuhren. „Wir sind superglücklich, wir hätten es nicht erwartet. Uns ist ein Stein vom Herzen gefallen“, sagte Patz.

Die in der Vorwoche noch mit Bahnrekord und EM-Titel gefeierten Jessica Degenhardt und Cheyenne Rosenthal patzten ebenfalls im ersten Lauf in Kurve neun. Das Duo aus Altenberg und Winterberg verbesserte sich im zweiten Durchgang aber noch mit Laufbestzeit von Rang sieben auf vier.

„Wir schämen uns nicht“, sagt Eitberger

Eitberger und Matschina kamen ohne größere Blessuren davon. Dass die Olympia-Generalprobe danebenging, wollten sie denn auch schnell abhaken. „Wir hatten nicht viel Zeit darüber nachzudenken, was schlecht war oder nicht“, sagte die 35 Jahre alte ehemalige Sprint-Weltmeisterin Eitberger über den ersten Lauf. „Wir haben uns dann für ein Ja entschieden und wollten einen gescheiten zweiten Lauf runterfahren. Wir können es ja. Wir schämen uns nicht für den Fehler, denn wir fahren immer am Limit.“ In der Weltcup-Gesamtwertung bleibt das Duo hinter Egle/Kipp (640 Punkte) mit 508 Zählern auf Platz zwei vor Degenhardt/Rosenthal (490).

Am Freitag hatte Felix Loch in Oberhof eine gelungene Olympia-Generalprobe hingelegt und zugleich wieder die Führung im Gesamtweltcup übernommen. Der 36-Jährige gewann mit jeweils zwei Start- und Lauf-Bestzeiten mit 0,089 Sekunden Vorsprung vor seinem österreichischen Kontrahenten und Kumpel Jonas Müller. Im Gesamtweltcup hat Loch nun einen Zähler mehr als Müller. Weltmeister Max Langenhan kam auf Rang drei und verteidigte den Platz auch in der Gesamtwertung.

„Die Bahn war sensationell. Ich komme immer wieder gerne hierher“, sagte der gebürtige Thüringer Loch. „Für den Gesamtweltcup ist es cool, ein Punkt Vorsprung ist mega. Es wäre natürlich schön, wenn noch mal so eine Gesamt-Weltcup-Kugel hinzukommt.“

Bei den Frauen wiederholte Merle Fräbel ihren Sieg aus der Vorwoche. Die Europameisterin raste von Rang drei noch zum Sieg und verwies die Österreicherin Lisa Schulte auf Rang zwei vor Julia Taubitz, die sich von Rang acht im ersten Lauf bis auf drei verbesserte. „Mit einem superguten Gefühl fahre ich nach Cortina. Mehr geht ja nicht, als mit einem Weltcupsieg. Aber ich bleibe locker“, sagte Fräbel.

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