Derart zufrieden erlebt man Alexander Zverev selten. Zumal eine Regenpause und Schmerzen am Fuß die Mission Drittrunden-Einzug bei den Australian Open erschwert hatten. Am Ende aber gewann der Vorjahresfinalist in Melbourne sein Zweitrunden-Spiel gegen den Franzosen Alexandre Müller mit 6:3, 4:6, 6:3, 6:4.
„Ich habe heute Spaß gehabt. Es war ein sehr hohes Niveau von beiden. So habe ich ihn noch spielen sehen. Das war nicht einfach“, sagte Zverev nach seinem Sieg, der lediglich nach dem verlorenen zweiten Satz in Zweifel gezogen werden musste. Der Weltranglisten-Dritte führte mit 6:3, 3:0 und spielte konzentriert und variabel, verlor dann aber plötzlich völlig seinen Rhythmus. Im anders als an den Vortagen dieses Mal deutlich kühleren Melbourne haderte Zverev auf einmal mit der Stärke seiner Schlägerbespannung. Müller nutzte die Schwächephase des Deutschen, machte fünf Spiele in Serie und schaffte wenig später völlig überraschend den Satzausgleich.
„Es war unfassbar windig“, berichtete Zverev, dem eine Spielunterbrechung wegen Regens kurze Zeit später durchaus half: „Als das Dach dann zu war, habe ich die Bälle sehr gut getroffen. Es waren die perfekten Bedingungen, um Tennis zu spielen. Ich habe mich dann sehr wohl gefühlt.“
Weil das Dach über der John Cain Arena nicht rechtzeitig geschlossen werden konnte, musste die Partie für 37 Minuten unterbrochen werden. Ballkinder sorgten mit Handtüchern dafür, dass der Platz getrocknet und wieder bespielbar wurde.
Nach der Unterbrechung brauchte Zverev unter dem nun geschlossenen Dach nur wenige Minuten, um sich den dritten Satz zu sichern. Auch im vierten Durchgang begann der gebürtige Hamburger gut und nahm dem Franzosen sofort der Aufschlag ab. Nach 3:04 Stunden verwandelte der 28-Jährige seinen dritten Matchball.
Und auch die Sorge über seine Gesundheit, die der Einsatz des Physiotherapeuten im vierten Satz und die Einnahme einer Schmerztablette hervorgerufen hatte, konnte er den Fans nach dem Match nehmen.
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„Ich habe die Achillessehne gespürt und wollte einfach mal nachschauen lassen, ob da alles in Ordnung ist“, sagte Zverev, der nach einer Fußverletzung im Jahr 2022 bei den French Open lange ausgefallen war: „Es ist nicht der Paris-Fuß. Deshalb hoffe ich auch, dass das in zwei Tagen wieder weg ist.“
Am Freitag bekommt Zverev es im Kampf um den Achtelfinaleinzug mit dem Briten Cameron Norrie zu tun.
Hanfmann verpasst Überraschung
Zuvor hatte Yannick Hanfmann eine Überraschung gegen den Weltranglisten-Ersten Carlos Alcaraz trotz einer starken Leistung klar verpasst. Der 34 Jahre alte Karlsruher verlangte dem Spanier in seinem Zweitrunden-Match vor allem im ersten Satz alles ab, musste sich am Ende aber doch mit 6:7 (4:7), 3:6, 2:6 geschlagen geben.
Bei den Frauen ist am Donnerstag noch Laura Siegemund gegen die australische Qualifikantin Maddison Inglis im Einsatz. Eva Lys, Tatjana Maria und Ella Seidel waren alle bereits in der ersten Runde ausgeschieden.
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