Am 21. Oktober des vergangenen Jahres vermeldete sein Klub in der Stadt Charlotte im US-Bundesstaat North Carolina den Tod von Schach-Großmeister Daniel Naroditsky mit Verweis auf die Familie. Naroditsky, der am 9. November 30 Jahre alt geworden wäre, sei unerwartet gestorben, hieß es damals. Eine Todesursache wurde nicht genannt.
Nun aber scheint klar, woran Naroditsky gestorben ist: Wie mehrere Medien übereinstimmend berichten, hatte er zum Zeitpunkt seines Ablebens einen tödlichen Drogencocktail im Blut.
Der toxikologische Bericht, der nach seinem Tod angefertigt wurde, belege den Konsum von mehreren verschiedenen Substanzen, berichteten das Magazin „People“ und das Portal „TMZ“. Die zuständige Gerichtsmedizin bestätigte beiden Medien, dass in Naroditskys Blut unter anderem Methamphetamin und Amphetamin gefunden wurden, ebenso Rückstände Opioid-ähnlicher Mittel. „People“ zitierte die Gerichtsmedizin. Demnach sei Naroditsky an einer „versehentlichen Vergiftung durch die Einnahme eines Drogencocktails“ gestorben.
Knapp 500.000 Abonnenten auf eigenem Kanal
In einer Erklärung der Familie hatte es im vergangenen Oktober geheißen, dass Naroditsky ein „talentierter Schachspieler, Kommentator und Pädagoge und ein geschätztes Mitglied der Schachgemeinschaft“ gewesen sei – und zudem ein liebevoller Sohn, Bruder und vielen ein treuer Freund.
Naroditsky hatte in den vergangenen Jahren vor allem in den sozialen Medien mit seinen Tutorials für Hobbyspieler Berühmtheit erlangt. Er unterrichtete Schach bei seinem Verein und arbeitete zudem als Kommentator, Autor und Influencer. Seinen YouTube-Kanal hatten fast 500.000 Menschen abonniert.
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Er gehörte zu den besten Blitzschachspielern der Welt. Bei der Blitz-WM 2024 verpasste er als Neunter nur knapp die K.-o.-Finalrunde der besten acht Spieler. Im August 2025 lag seine Blitz-Elo bei 2732, womit er zu den 20 stärksten Blitzspielern weltweit zählte. Die Elo-Zahl ist ein Bewertungssystem zur Messung der relativen Spielstärke von Schachspielern, benannt nach Erfinder Arpad Elo, das von der Fide, dem internationalen Schachverband, offiziell genutzt wird und die Ergebnisse von gewerteten Partien widerspiegelt.
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