Ronaldo, dreimaliger Weltfußballer, Weltmeister und Übertorjäger (385 Treffer in 590 Karriere-Spielen) ist fester Teil der Fußball-Geschichte. 2002 zerstörte er Deutschlands Traum vom WM-Titel, als er sich mit seinen zwei Endspiel-Toren bei Brasiliens 2:0-Sieg in Yokohama unsterblich machte.
24 Jahre und sechs Endrunden später spricht wenig dafür, dass es die deutsche Nationalmannschaft wieder ins Finale schafft. Zu holprig die Auftritte im Herbst, zu stark die Konkurrenz. Doch immerhin Ronaldo macht den Deutschen Mut. „Ich glaube, Deutschland kommt bei der WM weit“, sagt der heute 49 Jahre alte Ex-Stürmer: „Gegen Deutschland waren es immer schwere Spiele. Sie haben eine gewaltige Vergangenheit und eine große Zukunft im Fußball.“
Zweimal trat „Il Fenomeno“ gegen die DFB-Elf an. Neben dem Finale von 2002 traf er auch bei einem 2:1-Testspielsieg 1998. 2014 sah er dagegen die 1:7-Demütigung seiner „Seleção“ im WM-Halbfinale auf der Tribüne im Stadion in Belo Horizonte. Dabei musste er mitansehen, wie Miroslav Klose (47/heute Nürnberg-Trainer) ihm seinen 15-Tore-Rekord als bester WM-Torschütze aller Zeiten nahm und um einen Treffer ausbaute.
Ronaldo arbeitet für die Kings League
Zuletzt war Ronaldo als Klubeigentümer tätig, doch seine Anteile an Cruzeiro Belo Horizonte (Brasilien) und Real Valladolid (Spanien) verkaufte er inzwischen. Sein neuester Job hat auch mit einer WM zu tun. Und zwar mit dem „Kings League World Cup of Nations“, der seit dem 3. Januar im brasilianischen São Paulo läuft. Das Turnier ist die Weltmeisterschaft für das Kleinfeld-Format der Kings League.
Die wiederum ist eine Erfindung vom spanischen Ex-Weltmeister Gerard Piqué. Die Liga ist inzwischen in sieben Ländern und Regionen vertreten, es wird meist in der Halle im Sieben-gegen-sieben und mit einigen Sonderregeln gespielt.
Ronaldo wurde von Piqué als Präsident des World Cup of Nations installiert. Dabei treten ausnahmsweise nicht Klubs, sondern die besten Kings-League-Spieler aus insgesamt 20 Nationen an. In seiner neuen Rolle überrascht er mit einer klaren Ansicht: „Lasst uns ehrlich sein: Dieses Format macht viel mehr Spaß als das traditionelle Format, das wir lieben. Die Kings League ist Unterhaltung, eine Ergänzung zum klassischen Fußball, die dabei hilft, den Sport zu promoten.“
Selbst noch mal spielen? Keine Chance, sagt Ronaldo
Mit kürzeren Spielen und der Teilnahme von bekannten Influencern und Streamern kommen Formate wie die Kings League, aber auch die ebenfalls in Deutschland aktive Icon League und Baller League, vor allem beim jungen Publikum gut an. Neben Ronaldo sind weitere Fußball-Größen wie Kaká, Iker Casillas oder Bastian Schweinsteiger als Klub- oder Liga-Präsidenten involviert. Teilweise stehen die Legenden auch als Gastspieler auf dem Feld.
Für Ronaldo kein Thema mehr: „Auf keinen Fall. Ich bin dazu nicht mehr in Form. Heute habe ich sogar Probleme, Tennis zu spielen. Ich habe Schmerzen am ganzen Körper. Ein kleines Warm-up-Spiel der Legenden könnte vielleicht noch klappen.“
Immerhin: Seine jahrelangen Knieprobleme, er verpasste mit Patellasehnen-Verletzungen rund 150 Spiele, hat Ronaldo überwunden. Er sagt mit einem Lachen: „Meine Knie sind im optimalen Zustand. Ich hatte so viele Operationen und Behandlungen. Das sind aktuell die gesündesten Teile meines Körpers.“
Der Text wurde für das Sport-Kompetenzcenter (WELT, SPORT BILD, BILD) erstellt und zuerst in SPORT BILD veröffentlicht.
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