Der bevorstehende Abgang von Fußball-Nationalstürmer Nick Woltemade stellt Sebastian Hoeneß vom VfB Stuttgart vor Herausforderungen. „Natürlich gibt es ein Spannungsfeld, das ist auch normal“, sagte der Trainer vor dem Spiel in der Bundesliga am Samstag (15.30 Uhr/Sky) gegen Borussia Mönchengladbach. „Die Verantwortung für das Sportliche liegt in erster Linie mal beim Trainer und ich denke, das ist auch nicht so schwer zu verstehen, dass das ein herber Verlust für uns ist – vor allem in der Annahme, dass er bleibt.“
Woltemade, um den wochenlang auch der FC Bayern geworben hatte, steht vor einem Wechsel zu Newcastle United. Der englische Premier-League-Klub ist demnach bereit, inklusive Boni bis zu 90 Millionen Euro zu zahlen.
Auf der Internetseite des VfB steht seit Donnerstag: „Kurz vor Schließung der Sommer-Transferperiode ist dem VfB Stuttgart das Angebot eines europäischen Klubs für einen sofortigen Transfer von Nick Woltemade zugegangen. Die Rahmenbedingungen dieses Angebots haben die Klubverantwortlichen dazu veranlasst, Nick Woltemade vom Trainings- und Spielbetrieb freizustellen, um Gespräche mit dem Interessenten über einen möglichen Wechsel zu führen.“
Spagat zwischen sportlichem und finanziellem Aspekt
„Trotzdem, und dem kann ich mich auch nicht verwehren, gibt es auch die finanzielle Situation“, sagte Hoeneß Freitagnachmittag auf einer Pressekonferenz weiter. „Das sind Dinge, die zu dem Geschäft gehören. Jetzt ist es die Aufgabe, zu versuchen, Dinge umzusetzen.“ Das Aufgebot „lag noch nicht so da, wie man es sich vorgenommen hat – schon vor dem Nick-Transfer“.
Hoeneß war sichtlich unzufrieden. Er sagte zur Personalplanung: „Wir hatten uns vorgenommen, den Kader zusammenzuhalten. Darauf aufbauend wollten wir uns in der Spitze verstärken. Daran arbeiten wir jetzt.“
Und weiter: „Fakt ist: Es ist ein herber Verlust für uns: Das zählt für uns aus sportlicher Sicht. Im Sommer letzten Jahres hatten wir uns ein paar Dinge vorgenommen, die wir umsetzen wollten. Ich muss ganz deutlich sagen: Bevor Nick transferiert wurde, ist es uns noch nicht ganz gelungen, diese Dinge umzusetzen. Jeder wird verstehen, dass es sich mit dem Abgang von Nick verschärft hat. Wir haben jetzt noch ein paar Tage und hoffen, ein paar Dinge umzusetzen, die wir machen wollten.“
Medienberichten zufolge beschäftigen sich die Stuttgarter mit einer Leihe des früheren Mainzers Brajan Gruda (Brighton & Hove Albion) sowie mit Bilal El Khannouss (Leicester City) und Alexis Claude-Maurice (FC Augsburg).
„Wir haben noch drei Tage Zeit“, sagte Hoeneß. „Am Ende geht es darum, dass wir gute Spieler bekommen, mit guter Qualität, im besten Fall Spieler, die schon etwas erlebt haben, die schon auf hohem Niveau gespielt haben, um sofort Wirkung zu haben.“
Die Transferperiode endet am 1. September.
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