Von Schlafmangel oder fehlendem Rhythmus angesichts der frühen Anwurfzeit war bei den deutschen Basketballern kaum etwas zu spüren. Gegen Schweden feierte der Weltmeister von 2023 einen souveränen 105:83-Erfolg. Es war nach dem Sieg gegen Montenegro der zweite Sieg im zweiten EM-Gruppenspiel.
Das DBB-Team kontrollierte die Partie von Beginn an – und zeigte sich in der ersten Hälfte vor allem offensiv spielfreudig. Schon nach dem ersten Viertel führte Deutschland mit 27:17 zweistellig, bis zur Pause baute das Team die Führung auf 59:42 aus. Aushilfscoach Alan Ibrahimagic – Chefcoach Alex Mumbru liegt weiter im Krankenhaus – konnte die Spielzeit schon früh ordentlich verteilen. Zur Pause kamen bis auf Leon Kratzer alle Spieler zum Einsatz. Johannes Voigtmann wurde wegen Knieproblemen komplett geschont. „Es war die fokussierte Halbzeit, die ich in diesem Sommer von der Nationalmannschaft gesehen habe“, analysierte Experte Per Günther in der Halbzeit am Mikrofon bei MagentaSport.
Größter Aufreger in Halbzeit eins: ein Wortgefecht von Schröder mit dem Schiedsrichter, der den Point Guard daraufhin mit einem technischen Foul sanktionierte.
Nach der Halbzeit konnten die Schweden das Spiel auch durch einige Nickeligkeiten zumindest im dritten Viertel etwas ausgeglichener gestalten, wirklich gefährlich wurden sie den Deutschen aber zu keinem Zeitpunkt. Das DBB-Team verwaltete den großen Vorsprung – und auch Kratzer kam noch zu seinem Einsatz. Im Schlussabschnitt baute Deutschland die Führung dann noch mal aus – am Ende trennten beide Mannschaften 22 Punkte.
Wie schon im ersten Spiel waren die NBA-Stars Dennis Schröder (Sacramento Kings, 23 Punkte) und Franz Wagner (Orlando Magic, 21 Punkte) die besten Werfer. Auffällig war, dass das deutsche Team sein Glück in der Offensive diesmal viel weniger vom Dreipunktewurf abhängig machte als gegen Montenegro. Zudem fielen die Würfe aus der Distanz von Anfang an besser.
Feueralarm stört um kurz vor 1 Uhr nachts
Das deutsche Team trotzte dabei auch einer kurzen Nacht. In der Nacht zum Freitag kam es kurz vor 1 Uhr zu einem Feueralarm im Teamhotel – im Anschluss verließen mehrere Profis der deutschen und schwedischen Mannschaft das Hotel in Bahnhofsnähe, wie ein Video des Rechteinhabers MagentaSport zeigt.
Die Situation, bei der diverse Feuerwehrautos mit Blaulicht bereits vor dem Hotel vor Ort waren, stellte sich später als Fehlalarm heraus. Neben Deutschland und Schweden wohnen auch die Basketball-Teams aus Litauen, Montenegro und Großbritannien in jenem Hotel, das nur rund 500 Meter von der Nokia Arena entfernt ist.
Für das deutsche Team war der Alarm in dieser Nacht besonders ärgerlich, da die Spieler ihren Rhythmus extra umgestellt haben. Das Spiel im finnischen Tampere wurde zur besten Mittagessen-Zeit um 13.30 Uhr Ortszeit angepfiffen. Auch am Samstag gegen Litauen geht es zur selben Zeit und damit ungewöhnlich früh los. Schröder, weitere Profis und Trainer Ibrahimagic hatten betont, dass es sich nicht um die Lieblingszeit des Teams handle.
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