Kerem Aktürkoglu schießt sich gleichzeitig in die Champions League und aus der Champions League - jedenfalls wenn es nach dem Linksaußen von Benfica Lissabon geht. Ein prominentes Opfer hat die pikante Konstellation in jedem Falle gefordert: Startrainer José Mourinho fliegt bei Fenerbahce raus.
Was für eine kuriose Konstellation: Kerem Aktürkoglu wird im Duell um den Einzug in die Champions League zwischen Benfica Lissabon und Fenerbahce zum Torhelden - und schießt sich damit nahezu gleichzeitig erst in die Königsklasse und dann wohl direkt wieder raus. Der türkische Nationalspieler traf in der 35. Minute des Rückspiels zum 1:0 für Benfica - und erzielte damit das Tor, das den ambitionierten Türken nach dem 0:0 aus dem Hinspiel das Genick brach und das Aus brachte. Und Startrainer José Mourinho den Job kostete.
Der Held des Abends, von 60.000 portugiesischen Fans im Estadio da Luz gefeiert, war selbst nicht uneingeschränkt glücklich über sein goldenes Tor: Aktürkoglu möchte gerne zu Fenerbahce wechseln. Geht der Deal noch vor dem Ende der Wechselfrist am kommenden Montag über die Bühne, hat sich der Türke selbst aus der Champions League geschossen.
Von seinen Mitspielern habe sich der Linksaußen nach dem Spiel mit einer emotionalen Rede noch in der Kabine verabschiedet, berichten portugiesische Medien. Dass Aktürkoglu auf dem Siegerselfie seiner Mannschaft fehlte, erklärte Trainer Bruno Lage damit, dass sein Spieler sofort nach Abpfiff zum Dopingtest abgeholt worden sei. Ein Wechsel des Offensivspielers ist seit Wochen im Gespräch, bislang konnten sich beide Klubs jedoch offenbar noch nicht auf die Ablösemodalitäten einigen.
Sollte der Wechsel zustande kommen, wird sich Aktürkoglu allerdings auf einen neuen Trainer einstellen müssen: Startrainer José Mourinho kostete Aktürkoglu Treffer den Job. Der 19-fache türkische Meister verkündete am Freitag den Rauswurf des Portugiesen, der in seiner 14-monatigen Amtszeit eine Vizemeisterschaft eingefahren hat - und sich immer wieder mit Offiziellen des Verbandes und der Stadtrivalen angelegt hatte. Wegen eines "Nasengrabschers" gegen den Trainer von Galatasaray Istanbul war Mourinho im April für drei Spiele gesperrt worden. Damit endet für Mourinho, der in seiner Trainer-Karriere alle drei europäischen Klub-Wettbewerbe gewann, erneut ein Engagement vorzeitig. Ähnlich war es ihm auf seinen letzten Stationen schon beim FC Chelsea, Manchester United, Tottenham Hotspur und der AS Rom ergangen.
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