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Zittern, Schwindel, Erschöpfung – ihr Hausarzt tut es als nichts Schlimmes ab. Doch auch nach einem halben Jahr bestimmen die Symptome der jungen Frau noch immer ihren Alltag. Wegen eines erneuten Schwächeanfalls sucht die 19-Jährige schließlich in Begleitung ihrer Mutter die Notaufnahme auf. Ihr ist schwarz vor Augen, sie ist kaltschweißig und ihre Beine drohen wegzusacken. Panik steigt in ihr auf.
Aber warum blieb eine Diagnose bislang aus?
Die Betroffene versichert der Rettungsstelle, dass sie genug trinken und essen würde. Und auch ihre Blutwerte und das EKG sind unauffällig. Trotz dieser Unauffälligkeiten entscheiden die Verantwortlichen, die junge Frau stationär aufzunehmen. Könnten es eventuell Herzrhythmusstörungen sein? Eine neurologische Erkrankung? Etwas Psychosomatisches? Weitere Tests werden durchgeführt – doch auch diese bringen keine neue Erkenntnis.
Beim Ultraschall der Schilddrüse wird die Ärztin jedoch stutzig. Die Bilder zeigen Veränderungen, die typisch sind für eine seltene Autoimmunerkrankung. Außerdem stellt sich heraus: Die Patientin nimmt Schilddrüsenmedikamente ein. Welche, wisse sie aber nicht genau. Das stellt die Ärzte vor die nächste Hürde.

Die Diagnose Depressionen schüren das Gefühl zu versagen – doch diese Frau hat ein anderes Problem
Ein weiterer Schwächeanfall löst den richtigen Verdacht aus
Es kommt zu einem weiteren Schwächeanfall bei der Betroffenen. Wieder erlebt sie frühmorgens Zittern, Unwohlsein und Schwindel. Das Pflegepersonal misst ihren Blutzucker. Und tatsächlich: Sie ist unterzuckert. Der Wert ist auffällig niedrig, vor allem für eine junge Frau, die gerade gefrühstückt hat. Er liegt bei 60 Milligramm pro Deziliter, normal sind 90 bis 100.
Die Ärztin zieht zunächst ein sogenanntes Insulinom in Betracht, ein seltener, meist gutartiger Tumor der Bauchspeicheldrüse, der unkontrolliert Insulin produziert und dadurch eine Unterzuckerung verursacht, die Symptome wie Zittern, Schwitzen, Schwäche, Verwirrung und Kopfschmerzen auslösen kann – die gleichen Symptome wie bei der jungen Frau. Ein Fastentest entkräftet jedoch diesen Verdacht. Es ist kein Insulinom.
"Die Diagnose" – weitere spannende Folgen zum Nachhören
Der Podcast "Die Diagnose" mit Anika Geisler erscheint alle zwei Wochen – auf RTL+ und allen gängigen Podcast-Plattformen wie Spotify und Apple Podcasts. In den vergangenen Folgen wurden bereits neue, spannende Krankheitsfälle gelöst:
- Adipositas: Ihre Adipositas macht diese Jugendliche zunehmend kränker. Was kann helfen?
- Bin ich verrückt?: Eine Frau leidet an Erschöpfung und Brustenge. Niemand nimmt ihre Symptome ernst.
- Schluckbeschwerden: Ein junger Mann hat starke Schluckbeschwerden und Beläge im Rachen. Die Krankheit ist lebensbedrohlich.
Ein Antikörperbefund bestätigt hingegen kurz darauf etwas anderes: die vermutete Autoimmunerkrankung. Und die Ärztin vermutet noch etwas anderes, als sie endlich den Namen des Schilddrüsenmedikaments erfährt: Die Autoimmunkrankheit ist wohl nicht alleinverantwortlich für den schlechten Zustand der Patientin. Das Arzneimittel hat die junge Frau ebenfalls krank gemacht. Und es ist unklar, ob der körperliche Schaden wieder behoben werden kann.
Welche seltene Krankheit sich bei der Betroffenen entwickelt hat und ob sie wieder gesund wird, erfahren Sie in der aktuellen Podcastfolge von ''Die Diagnose''.
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