Boeing hat nach jahrelangen Verzögerungen die Zulassung für die größte Variante seines wichtigen Modells 737 Max bekommen. Die US-Luftfahrtaufsicht FAA gab grünes Licht – nachdem noch Ende September ein neues Problem aufgetaucht war. Die Behörde wollte vor einer Zertifizierung noch einen frisch bekanntgewordenen Software-Fehler prüfen. Dieser wurde dann jedoch nicht als Hindernis eingestuft.
Boeing hat bereits mehr als 1.500 Bestellungen für die Maschine mit bis zu 230 Sitzen. Sie ist damit sehr wichtig für den US-Konzern im Wettbewerb mit dem europäischen Erzrivalen Airbus mit dem Modell A321neo. Die kleinste Variante des Boeing-Typs – 737 Max 7 – wurde im August zugelassen.
Die 737 Max ist der Modelltyp, der den Konzern in seine schwerste Krise brachte. Mit den Folgen hat Boeing noch immer zu kämpfen. Bei zwei Abstürzen im Oktober 2018 und März 2019 waren insgesamt 346 Menschen ums Leben gekommen.
Zentraler Auslöser war eine Assistenzsoftware, die die Piloten unterstützen sollte, aber unter bestimmten Umständen zu stark in die Steuerung eingriff. Mitarbeiter des Flugzeugbauers hatten bei der Zertifizierung der 737 Max durch US-Behörden spezielle Schulungen für die Software für unnötig erklärt. Boeing musste die Produktion der 737 Max aussetzen – sie ist immer noch eingeschränkt.
Die 737 Max wurde nach weiteren Problemen oft als Pannen-Flugzeug bezeichnet. Für neue Zweifel an Boeings Qualitätsmanagement sorgte ein Zwischenfall, bei dem im Januar 2024 im Steigflug ein Rumpfteil einer fast neuen 737-Maschine herausbrach.
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