Frage: Drohnen, Robotics, KI: Das Schlachtfeld verändert sich gerade fundamental. Welche Rolle spielt in diesem Kontext digitale Souveränität?

Martin Merz: Drohnen, Roboter und grundsätzlich all die technischen Geräte haben Festplatten, Daten, Software, sind Hochleistungsrechner. Und wenn man sich dann überlegt: Wenn das alles nicht mehr funktioniert, dann steht alles still.

Das heißt, digitale Souveränität steht dafür, dass wir die beste Technologie weiterhin souverän anwenden können und dabei alles am Laufen halten. Und das ist unglaublich wichtig für Europa, dass wir eben Technologie unter unserer Kontrolle anwenden.

Frage: Was bedeuten diese Entwicklungen ganz konkret auch für Unternehmen wie SAP?

Martin Merz: SAP ist Vorreiter in diesem Bereich. Wir sind Technologiepartner für Staat, Gesellschaft und Industrie und wir bieten im Rahmen der digitalen Souveränität die souveräne Cloud.

Das heißt, wir setzen sehr stark auf Datensouveränität, auf operationale Souveränität, legale und technische Souveränität. Das bedeutet, wir bringen all das zusammen, um die beste Technologie unter der Kontrolle des jeweiligen Staates und Landes und damit in ganz Europa einsetzen zu können.

Frage: Ich glaube, wir sind uns auch alle einig: Europa hat starke Technologieunternehmen. Aber handelt es denn auch wie eine starke Technologiemacht?

Martin Merz: Ja, wir haben starke Technologieunternehmen über alle Industrien hinweg. Was uns fehlt, ist Harmonisierung. Was uns fehlt, ist Standardisierung. Und ich glaube, in der Beschaffung können wir auch besser werden. Das ist etwas, wo wir noch einen Schritt machen können.

Frage: Herr Merz, letzte Frage: Was steht denn für Europa auf dem Spiel, wenn es, sagen wir mal, in den nächsten zwei Jahren nicht die richtigen Entscheidungen trifft?

Martin Merz: Handlungsfähigkeit und Souveränität. Ich bin aber sehr guter Dinge, dass wir es schaffen werden. Wir haben die ersten Schritte gemacht. Wir sind im Rennen dabei. Jetzt gilt es, souverän die beste Technologie weiter einzusetzen.

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