Im April haben die Spritpreise an deutschen Tankstellen laut ADAC das höchste Niveau jemals erreicht. Wie der Automobilclub in München am Montag mitteilte, kostete ein Liter Super E10 im vergangenen Monat im Schnitt 2,109 Euro und ein Liter Diesel 2,263 Euro. Im Januar waren die Preise „im Monatsmittel noch rund 37 Cent je Liter Super E10 beziehungsweise über 57 Cent je Liter Diesel niedriger“, erklärte der ADAC.

„Dies verdeutlicht die enorme Preissteigerung der letzten Wochen und die Mehrbelastung der Menschen, die auf ihr Auto angewiesen sind“, erklärte der ADAC weiter. Die Einführung der Zwölf-Uhr-Regel an den Tankstellen am 1. April habe „keinen entlastenden Effekt für die Verbraucherinnen und Verbraucher gezeigt“. Mit der Regel dürfen die Tankstellen ihre Preise nur einmal am Tag um 12 Uhr erhöhen – Senkungen sind jederzeit erlaubt.

Der Durchschnittspreis für Super E10 überschritt laut ADAC im April das bisherige Monatsmaximum aus dem März 2022. Zudem wurde der Höchstpreis beim Diesel aus dem Vormonat überstiegen. „Mit 2,446 Euro je Liter Diesel war der 7. April 2026 der teuerste Tanktag seit Beginn der Preisaufzeichnungen“, erklärte der Automobilclub.

Tankrabatt kommt nicht bei Kunden an

Auch um den Tankrabatt gibt es Streit: SPD-Fraktionschef Matthias Miersch wirft den Mineralölkonzernen vor, die Entlastung nicht vollständig weiterzugeben. „Das kann man sich nicht gefallen lassen“, sagte Miersch in der Sendung „Frühstart“ von RTL/ntv.

Die Spritpreise waren über das Wochenende erneut deutlich gestiegen und setzten sich über der Marke von 2 Euro fest. Ein Liter Super E10 kostete laut ADAC im bundesweiten Tagesdurchschnitt des Sonntags 2,017 Euro. Das waren 2,8 Cent mehr als am Freitag. Diesel verteuerte sich binnen zwei Tagen um 2,5 Cent auf 2,104 Euro pro Liter.

Die Preise an den Zapfsäulen sind zwar gesunken, aber nicht in dem Maße, wie sie hätten sinken sollen, so Miersch weiter. Das müsse man nun mit dem Bundeswirtschaftsministerium auswerten.

Eventuell müsse bei den Maßnahmen auch nachgeschärft werden, sagte Miersch. Zu fragen sei, ob die Befugnisse des Bundeskartellamtes ausreichend seien. Auch gebe es Verstöße gegen die Regel, dass Tankstellen die Preise nur noch einmal täglich – nämlich um 12 Uhr – anheben dürfen. Hier gebe es die Möglichkeit für hohe Bußgelder. Er erwarte von den Behörden, dass sie die auch verhängen, sagte Miersch. Seit dem 1. Mai gilt für zwei Monate eine Steuersenkung von 16,7 Cent je Liter.

Auch der ADAC äußerte scharfe Kritik. „Trotz staatlicher Entlastung ziehen die Preise für Benzin und Diesel wieder an“, teilte der Automobilclub mit.

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