Wie lassen sich Unterbrechungen bei Gaslieferungen aus dem Nahen Osten abfedern? Hilfe könnte auch aus Ländern wie Algerien und Aserbaidschan kommen, sagt die Wirtschaftsministerin.

Wirtschaftsministerin Katherina Reiche wirbt dafür, die Gasversorgung in Deutschland mit langlaufenden Lieferverträgen abzusichern. Nötig seien Vereinbarungen mit möglichst vielen Lieferanten aus unterschiedlichen Bezugsländern. 

Die wurden auch bereits getroffen, sagte die CDU-Politikerin: Das bundeseigenen Energieunternehmen Sefe werde eine Ausschreibung für mittelfristige Gaslieferungen im Zeitraum 2027 bis 2036 ankündigen. Das LNG solle überwiegend an Terminals in Nordwesteuropa geliefert werden - insbesondere nach Deutschland, die Niederlande, nach Belgien und Frankreich. 

Es gehe darum, eventuelle Lieferunterbrechungen im Nahen Osten abzufedern und die Versorgungssicherheit in Deutschland und Europa zu stärken, sagte Reiche. Dafür werde auch der Energiekonzern VNG aus Leipzig seine Lieferbeziehungen zu Algerien ausbauen. "Mit Aserbaidschan steht ein weiterer Lieferant für zusätzliche Gasmengen über Pipelines bereit."

Bisher träfen die Folgen des Iran-Kriegs Asien stärker als Europa, sagte Reiche. Auch hierzulande sei eine Eintrübung der Wirtschaft aber klar zu sehen. Die Folgen hingen vor allem von der Dauer des Konflikts ab.

dpa

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