Nach den Angriffen auf Energieinfrastruktur im Nahen Osten ist der Preis für Erdgas erneut deutlich gestiegen. Zum Handelsbeginn am Donnerstagmorgen kletterte der niederländische TTF-Kontrakt, der als wichtigster europäischer Referenzwert gilt, zunächst um 35 Prozent auf 74 Euro pro Megawattstunde. Danach schwächte er sich wieder etwas ab und notierte bei 67,85 Euro.
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Seit Beginn des Iran-Krieges nimmt der Iran immer wieder Energieeinrichtungen in der Golfregion ins Visier. Israel und die USA hatten am 28. Februar mit massiven Luftangriffen auf den Iran begonnen. Der Iran reagiert seitdem mit Raketen- und Drohnenangriffen auf Israel, mehrere Golfstaaten sowie US-Einrichtungen in der Region. Unter anderem griff der Iran die weltweit größte Produktionsstätte von Flüssigerdgas (LNG) in Katar an.
Auch die Ölpreise legen angesichts der zugespitzten Lage im Nahen Osten wieder deutlich zu. Die für den Weltmarkt bedeutenden Flüssiggasanlagen Katars sind bei einem iranischen Raketenangriff schwer beschädigt worden. Der Preis für Rohöl der Sorte Brent stieg zeitweise auf mehr als 115 Dollar. Gegen 8.30 Uhr lag er bei rund 113 Dollar und damit circa 5,5 Prozent höher als am Vorabend.
Auch am deutschen Aktienmarkt ist die Unsicherheit zu spüren. Die wichtigsten Indizes gerieten im frühen Handel am Donnerstag stark unter Druck. Der Leitindex Dax fiel um 1,6 Prozent auf 23.123 Punkte. Der MDax der mittelgroßen Werte büßte 1,9 Prozent auf 28.948 Punkte ein.
US-Präsident Donald Trump hat dem Iran mit einer Bombardierung des wichtigen Gasfelds „South Pars“ gedroht. Eine solche Attacke des US-Militärs werde es geben, falls Iran weiter Katars Gasindustrie angreife, schrieb er auf der Plattform Truth Social. Für diesen Fall drohte er mit einem Angriff „mit einer Stärke und Schlagkraft, wie Iran es noch nie zuvor gesehen hat“.
Zugleich betonte er, dass Israel dieses Gasfeld nicht erneut angreifen werde – solange der Iran Katar nicht weiter attackiere.
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