Der Gewinn des Sportwagenbauers Porsche wurde 2025 fast vollständig von hohen Kosten aufgezehrt. Das Ergebnis nach Steuern brach im Jahresvergleich um 91,4 Prozent auf 310 Millionen Euro ein, wie das Unternehmen mitteilte. 2024 hatten die Stuttgarter unter dem Strich noch fast 3,6 Milliarden verdient. Der Umsatz sank im vergangenen Jahr um fast ein Zehntel auf rund 36,3 Milliarden Euro.

Das Debakel im China-Geschäft, ⁠Belastungen durch US-Importzölle ​und den ‌Strategieschwenk bei der Elektromobilität ließen den operativen Gewinn stark schrumpfen. Der im Januar angetretene neue Vorstandschef Michael Leiters muss das Steuer herumreißen mit weiteren Einsparungen und der Neuausrichtung des Modellangebots. „Wir werden Porsche umfassend neu aufstellen, das Unternehmen schlanker, ‌schneller und die Produkte noch begehrlicher machen“, erklärte ⁠er. ​Das Produktportfolio solle in margenstärkeren Segmenten ausgeweitet werden.

Porsche schlägt für das abgelaufene Geschäftsjahr eine deutlich geringere Dividende von 1,01 Euro je Vorzugsaktie (Vorjahr: 2,31 Euro) und von 1,00 je Stammaktie vor.

Ex-Porsche-Chef Oliver Blume hat daher vor seinem Abgang noch die Strategie umgekrempelt – mehr Verbrenner im Angebot sollen wieder Schub geben. Doch die Kehrtwende nach der Verbrenner-Verlängerung kostet erst einmal richtig Geld. Allein dafür fielen rund 2,4 Milliarden Euro an. Zusätzlich belasteten die Abwicklung der Batterie-Tochter mit rund 700 Millionen Euro – und die US-Zölle mit etwa demselben Betrag. Insgesamt macht das demnach Sonderkosten von rund 3,9 Milliarden Euro.

Der operative Gewinn sackte um 92,7 Prozent auf 413 Millionen Euro ab. Im Autogeschäft – also ohne Finanzdienstleistungen – lag der operative Gewinn sogar lediglich bei 90 Millionen Euro. 2024 waren es noch rund 5,3 Milliarden Euro, wie aus der Bilanz der Konzernmutter Volkswagen hervorgeht.

Porsche erwartet für das laufende Jahr zwar wieder bessere Geschäfte. Das Management um den neuen Unternehmenschef Leiters rechnet aber weiterhin mit „sehr herausfordernden Marktbedingungen“ und geopolitischen Unsicherheiten. Potenzielle Auswirkungen der jüngsten Entwicklungen im Nahen Osten seien nicht berücksichtigt. Leiters hat zu Jahresbeginn die Nachfolge von Blume angetreten, der sich seitdem auf die Führung der Konzernmutter Volkswagen konzentriert.

Haftungsausschluss: Das Urheberrecht dieses Artikels liegt bei seinem ursprünglichen Autor. Der Zweck dieses Artikels besteht in der erneuten Veröffentlichung zu ausschließlich Informationszwecken und stellt keine Anlageberatung dar. Sollten dennoch Verstöße vorliegen, nehmen Sie bitte umgehend Kontakt mit uns auf. Korrektur Oder wir werden Maßnahmen zur Löschung ergreifen. Danke