Die Deutsche Bahn trennt sich einem Bericht der „Süddeutschen Zeitung“ zufolge nach nur drei Monaten von Finanzvorständin Karin Dohm. Wie die „SZ“ berichtet, soll die Abberufung auf einer Sitzung des Aufsichtsrats im März beschlossen werden. Die Bahn wollte sich dem Bericht zufolge nicht zu der Personalie äußern. Die Entscheidung stehe laut „SZ“ aber fest.
Die 53-Jährige Dohm soll als Finanzvorständin zahlreiche Mitarbeiter gegen sich aufgebracht haben, zudem auch Politiker und zuletzt auch den Konzernbetriebsrat, als sie im Dezember ohne vorherige Absprache mit den Interessenvertretern eine Gesellschafterweisung unterzeichnete, die die Aufspaltung der Bahn-Tochter DB Services zur Folge hatte. Dem Bericht nach hatte sie jedoch zuvor mit keinem der zuständigen Interessenvertreter gesprochen.
Die Konzernbetriebsratsvorsitzende Heike Moll kritisierte dies scharf. Dohm habe eine „rote Linie“ überschritten, der Neustart sei zum Fehlstart geworden. „Würden Mitarbeitende derart gegen dienstliche Absprachen verstoßen, müssten sie um ihre berufliche Zukunft bangen“, schreibt Moll weiter.
Zudem soll sie sich dem Bericht nach immer wieder mit anderen Führungskräften wegen Kleinigkeiten angelegt haben. Bahn-Chefin Evelyn Palla habe daher die Reißleine gezogen.
Dohm war erst zum 1. Dezember zur Deutschen Bahn gewechselt, nachdem sie zuvor als Finanzchefin bei der Baumarktkette Hornbach gearbeitet hatte.
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