Vor gut einem Jahr, im September 2024, startete das Förderprogramm „Jung kauft Alt“. Doch es stößt auf wenig Interesse. Das berichtet das „RedaktionsNetzwerk Deutschland“ (RND) und beruft sich auf eine Anfrage beim Bundesbauministerium.
Demnach gab es bis Ende Juli gerade einmal 592 Zusagen bundesweit, wie eine Sprecherin des von Verena Hubertz (SPD) geführten Hauses zitiert wird. Insgesamt habe das Kreditvolumen rund 70 Millionen Euro betragen, erklärte sie weiter. 2024 hatten für das Programm 350 Millionen zur Verfügung gestanden. 2025 und 2026 sollen es laut dem Haushaltsentwurf ebenfalls jeweils 350 Millionen Euro sein.
Die frühere Bauministerin Klara Geywitz (SPD) wollte mit dem Programm die Wohnungsnot junger Menschen und den Leerstand von zwei Millionen Wohnungen, vor allem auf dem Land, beheben. Sprich: Kauft eine Familie eine alte Immobilie, kann sie für die Sanierung eine Förderung erhalten.
Höhere Nachfrage bei „Wohneigentum für Familien“
Warum das Programm so wenig Anklang findet, soll nun analysiert werden. Dafür werde sich das Antragsverhalten sehr genau angeschaut und es soll ein Austausch mit den Finanzierungspartnern sowie der staatlichen Kreditbank KfW zu den Ursachen der verhaltenen Nachfragen stattfinden.
Doch es gibt auch positivere Nachrichten. Das Familien-Förderprogramm „Wohneigentum für Familien“ läuft laut Ministerium besser. Seit Beginn im Sommer 2023 seien mehr als 9300 Familien über das Programm gefördert worden, führte die Sprecherin aus. Im Jahr 2025 seien es bislang rund 2800 Familien gewesen.
Allerdings hat die Bundesregierung für das erfolgreichere Programm die Mittel gekürzt: Waren für „Wohneigentum für Familien“ 2024 noch 350 Millionen Euro vorgesehen, sind es im Haushalts-Entwurf für 2025 und 2026 jeweils 250 Millionen Euro.
Wegen hoher Kosten träumen weniger Deutsche von den eigenen vier Wänden. Nur noch 33 Prozent nennen Wohneigentum als Sparziel, wie aus der kürzlich veröffentlichten Sommerumfrage des Verbandes der Privaten Bausparkassen unter 2000 Menschen in Deutschland hervorgeht. Das seien zehn Prozentpunkte weniger als im Vorjahr. Besonders bei jüngeren und mittleren Altersgruppen geht das Motiv „eigenes Zuhause“ demnach deutlich zurück.
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