Eine große Karriere neigt sich ihrem Ende. Zumindest in der Nationalmannschaft wird Cristiano Ronaldo nicht mehr auflaufen. Das gab der 41-jährige Portugiese in einer über seine Social-Media-Kanäle verbreiteten Botschaft bekannt.

„An die Menschen Portugals: Der Tag ist für mich gekommen, das Trikot unseres Nationalteams mit der Nummer 7 zurückzugeben“, sagt Ronaldo, untermalt von Musik zu Bildern seiner langen Laufbahn. „23 Jahre lang hatte ich das Privileg und die Verantwortung, es zu tragen, es zu verteidigen und es in die Stadien der ganzen Welt zu bringen. Ich hatte nie das Gefühl, dass es ausschließlich mir gehört“, so Ronaldo: „Das ist keine leichte Entscheidung, denn manche Entscheidungen trifft man nicht nur mit dem Kopf, sondern auch mit dem Herzen.“

234 Länderspiele für Portugal

Worte des Grolls finden sich darin nicht, obwohl ein öffentlicher Disput mit Nationaltrainer Jorge Jesus im September samt Ronaldos Abreise aus dem Camp der Nationalmannschaft das Ende eingeläutet hatte. Der Coach hatte den Superstar in einem Nations-League-Spiel gegen Norwegen auf die Bank gesetzt und damit dessen Ärger hervorgerufen. „Portugal wird immer ein Teil von mir sein“, schrieb der fünfmalige Weltfußballer nun.

Ronaldo lief 23 Jahre für die Nationalelf auf, nahm an fünf Weltmeisterschaften und sechs Europameisterschaften teil. Der Superstar erzielte in 234 Länderspielen für Portugal 146 Tore. Elfmal traf Ronaldo in 27 WM-Spielen. Zum Gewinn des goldenen Pokals reichte es zwar nicht, doch er führte sein Land zum Sieg bei der EM 2016 und in der Nations League 2019.

2016 gewann Cristiano Ronaldo mit Portugal die Europameisterschaft in Frankreich

Damit endet die nächste Auswahl-Karriere eines Superstars, der den Weltfußball über zwei Jahrzehnte geprägt hat. Zuletzt hatte sein einstiger Erzrivale Lionel Messi den Abschied aus der argentinischen Nationalmannschaft gefeiert. Überschattet wird die lange Ära seit seinem Debüt für Portugal am 20. August 2003 aber von ihrem unrühmlichen Ende und dem Streit mit seinem Nationalcoach.

Scolari wechselte Ronaldo für Figo ein

Der Trainer beim ersten Länderspiel des damals 18-jährigen Ronaldo hieß noch Luiz Felipe Scolari. Der wechselte ihn beim 1:0 gegen Kasachstan in der Halbzeitpause für Portugals damaligen Superstar Luís Figo ein. Die EM 2004 im eigenen Land war Ronaldos erstes großes Turnier und endete mit einer sensationellen Endspiel-Niederlage gegen den Außenseiter Griechenland mit dem deutschen Trainer Otto Rehhagel.

Tränen nach dem verlorenen Finale 2004: Cristiano Ronaldo mit seinem Trainer, dem Brasilianer Luiz Felipe Scolari (rechts)

Zwölf Jahre später erlebte Ronaldo seinen Höhepunkt im Nationalteam. Portugal wurde durch ein 1:0 nach Verlängerung in Paris gegen Frankreich Europameister und holte seinen ersten großen Titel. Dabei hatte das Team in der Gruppenphase kein Spiel gewonnen. Ronaldo musste im Endspiel bereits nach 25 Minuten verletzt ausgewechselt werden. EM-Rekordmann ist er mit 30 Spielen und 14 Toren natürlich auch.

Die Diskussionen über seinen Status und darüber, ob er diesem Team auch mit über 40 noch helfen kann, hatten schon vor Jahren begonnen und dauerten bis zuletzt an. Die WM 2026 endete mit einem Achtelfinal-Aus gegen den Nachbarn Spanien. Zu häufig blieben die Portugiesen mit Ronaldo bei großen Turnieren unter ihren Möglichkeiten.

Haftungsausschluss: Das Urheberrecht dieses Artikels liegt bei seinem ursprünglichen Autor. Der Zweck dieses Artikels besteht in der erneuten Veröffentlichung zu ausschließlich Informationszwecken und stellt keine Anlageberatung dar. Sollten dennoch Verstöße vorliegen, nehmen Sie bitte umgehend Kontakt mit uns auf. Korrektur Oder wir werden Maßnahmen zur Löschung ergreifen. Danke