Die wichtigste Nachricht verkündete Sportvorstand Max Eberl schon vor dem DFB-Pokalspiel des FC Bayern gegen den 1. FC Magdeburg (6:1): Vincent Kompany ist wieder zu Hause. Der Trainer des deutschen Fußball-Rekordmeisters wurde am Mittwochnachmittag aus dem Krankenhaus entlassen. Nach seinem Zusammenbruch am vergangenen Freitag gibt es inzwischen auch Klarheit über die Ursache.
Eberl sagte vor dem Spiel gegen Magdeburg: „Man hat gefunden, was es ist. Es ist eine Hirnhautreizung, die diesen Zwischenfall eben am letzten Freitag heraufbeschworen hat.“ Das Virus, mit dem Kompany zuvor zu kämpfen hatte, soll nicht die Ursache für den Zwischenfall gewesen sein.
Was genau ist eine Hirnhautreizung? Den Unterschied zur weitaus bekannteren Hirnhautentzündung (Meningitis) erklärt Christoph Kleinschnitz (Chef der Neurologie an der Uni-Klinik Essen): „Man nennt das viralen Begleit-Meningismus. Der Patient hat ‚irgendwo’ im Körper einen normalen Virusinfekt. Wenn der dann nicht ausreichend auskuriert wird, können manche Viren auf die Hirnhaut übergehen. Das löst oft schwere Kopfschmerzen und unter anderem auch ein Krankheitsgefühl aus.“
Eigentlich sei die Erkrankung harmlos und gehe in den meisten Fällen von alleine wieder weg, wenn das Virus vom Immunsystem bekämpft ist und auskuriert wurde. „Kritisch wird es, wenn in seltenen Fällen das Virus von den Hirnhäuten auf das eigentliche Gehirngewebe und die Nervenzellen übergreift. Dann kann es schwere Verläufe nehmen und auch bleibende Schäden hinterlassen. Daher ist es schon wichtig, dass sich die Betroffenen schonen und ordentlich auskurieren“, sagt Kleinschnitz.
Nach den Tagen im Krankenhaus geht es für den Bayern-Trainer jetzt also darum, wieder vollständig auf die Beine zu kommen. Kompanys Comeback-Plan steht.
Der 40-Jährige will sich zu Hause in München auskurieren. Dort stehen für ihn in den kommenden Tagen vor allem Ruhe und Erholung an. Zudem bekommt der Belgier Antibiotika.
Max Eberl: „Reha heißt bei ihm Ruhe, Medikamente“
Eberl beschreibt das Programm so: „Reha heißt bei ihm Ruhe, Medikamente.“ Gleichzeitig ist der Sportvorstand zuversichtlich, dass sein Trainer bald wieder vollständig fit sein wird: „Dann bin ich mir sehr, sehr sicher, dass er ganz bald wieder mit 100 Prozent am Rand steht.“
Ein schnelles Comeback wird es allerdings nicht geben. Vor der Länderspielpause vom 9. bis 17. November wird Kompany nicht auf die Bayern-Bank zurückkehren. Frühestens danach ist mit seiner Rückkehr an die Seitenlinie zu rechnen. Das erste Spiel für den Rekordmeister steht danach am 20. November, einem Freitagabend, gegen den 1. FC Köln an.
Samstag (18.30 Uhr, Sky und Liveticker bei WELT) empfangen seine Münchner im Topspiel der Bundesliga Borussia Dortmund. Dann wird ihn erneut sein Assistenztrainer Aaron Danks vertreten.
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