Das türkische Fußball-Derby zwischen Galatasaray und Fenerbahçe Istanbul ist nach dem Schlusspfiff von heftigen Tumulten überschattet worden. Unmittelbar nach dem 2:1-Sieg von Galatasaray gingen Spieler beider Mannschaften auf dem Rasen aufeinander los. Polizei und Sicherheitskräfte mussten eingreifen, um die Auseinandersetzungen wieder unter Kontrolle zu bekommen und zu beenden.

Auslöser der Rudelbildung war offenbar ein Streit zwischen Fenerbahçes Kerem Aktürkoglu und dem Ex-Freiburger Roland Sallai. Immer mehr Spieler und Betreuer mischten sich ein. Besonders heftig gerieten Galatasarays Abdülkerim Bardakci und Fenerbahçes Archie Brown aneinander.

Archie Brown und Abdulkerim Bardakci (r.) waren besonders innig

Im Verlauf der Auseinandersetzung gingen beide zu Boden. Schiedsrichter Atilla Karaoglan zeigte ihnen anschließend die Rote Karte. Aktürkoglu und Sallai sahen jeweils die Gelbe Karte.

„Ihr Kapitän hat Matteo Guendouzi an den Haaren gezogen“

Nach den Tumulten machten sich die Beteiligten gegenseitig Vorwürfe. „Wenn Sie sich das Video ansehen, werden Sie sehen, wer zuerst angegriffen hat“, sagte Bardakci. Brown machte hingegen die Spieler von Galatasaray für die Eskalation verantwortlich. „Ihr Kapitän hat Matteo Guendouzi an den Haaren gezogen. Ich habe das gesehen und ihn verteidigt“, sagte der Engländer und ergänzte: „Sie ziehen an den Haaren und kratzen wie Frauen.“ Das Sportliche rückte angesichts der Tumulte in den Hintergrund.

Für Galatasaray ist es das 40. Liga-Heimspiel in Serie ohne Niederlage. Die Mannschaft festigte mit diesem Erfolg die Tabellenführung in der türkischen Süper Lig. DFB-Profi Leroy Sané wurde in der 80. Minute eingewechselt und blieb unauffällig, während Ilkay Gündogan über die gesamte Distanz auf der Bank blieb. Nach neun Spieltagen hat Galatasaray jetzt 22 Punkte auf dem Konto und liegt damit sechs Zähler vor dem Erzrivalen, der auf Platz fünf rangiert.

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