Schon beim Abschlusstraining des FC Bayern München am Dienstag fehlte Joshua Kimmich aus persönlichen Gründen. Auch an diesem Mittwochabend beim Champions-League-Spiel gegen den FC Arsenal (21 Uhr/DAZN) wird er nicht bei der Mannschaft sein – wegen eines „Trauerfalls im engsten Familienkreis“, teilte der deutsche Rekordmeister mit. „Im Namen der Familie bitten wir darum, ihre Privatsphäre und Trauer zu respektieren und damit von weiteren Recherchen und Berichterstattungen abzusehen. In tiefer Anteilnahme steht der gesamte FC Bayern an der Seite von Joshua Kimmich.“
Laut Informationen der „Bild“ handelt es sich um Kimmichs Vater. Noch im Sommer saß er bei der WM in den USA auf der Tribüne.
Die Bayern empfangen an diesem Abend den englischen Meister zum ersten Champions-League-Topspiel der Saison. In der vergangenen Spielzeit waren beide Teams ebenfalls in der Ligaphase aufeinandergetroffen. Damals gewann der spätere Finalteilnehmer FC Arsenal in London mit 3:1.
Nationalspieler Serge Gnabry sprach darum vor dem Wiedersehen mit seinem Ex-Verein davon, dass aus Bayern-Sicht noch eine kleine Rechnung offen sei. Fehlen wird neben Kimmich der gesperrte Offensivstar Michael Olise nach seiner Gelb-Roten Karte beim 3:3 in Stavanger – und eventuell auch Chefcoach Vincent Kompany, der in den vergangenen Tagen an einer Virusinfektion litt.
Kompanys Assistent steht parat
Womöglich muss ihn sein Assistent Aaron Danks auch beim Spiel in der Coachingzone vertreten. Für den 43 Jahre alten Engländer wäre das keine unbekannte Situation. „Für mich ändert sich nicht so viel“, sagte er gelassen.
Der Co-Trainer hat Kompany schließlich schon einmal in einem großen Königsklassen-Match am Spielfeldrand vertreten. Es war ein epischer und unvergesslicher Abend. Beim verlorenen 4:5-Spektakel im Halbfinal-Hinspiel gegen Paris Saint-Germain musste Kompany im Prinzenpark wegen einer Gelbsperre von der Tribüne aus zuschauen. In der Coachingzone stand Danks.
„Man konzentriert sich nur auf die Mannschaft und die Leistung. Man geht rein ins Spiel und verlässt sich auf seinen Instinkt“, erklärte Danks, der Kompany vor dem Arsenal-Match bereits beim Abschlusstraining und der anschließenden Pressekonferenz vertrat. Er scheut die Chefrolle keineswegs. „Ich habe von vielen Anführern gelernt.“ Insbesondere von Kompany könne er „viel lernen“.
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