So gerne Niclas Füllkrug diese Debatte beiseiteschieben würde – wenn er so weitermacht, wird er sie in den kommenden Wochen nicht loswerden. Schon wieder hat der Rückkehrer Werder Bremen gerettet. Diesmal führte er sein Team nach 0:2-Rückstand durch seine zwei Tore im Alleingang zum Punktgewinn – und hat sich damit für eine Diskussion um eine Rückkehr ins DFB-Team geradezu empfohlen.
Dass Jürgen Klopp dringend einen treffsicheren Stürmer gebrauchen könnte, haben die zurückliegenden Nations-League-Spiele gezeigt. Bei den vier Partien gegen Griechenland, Serbien und die Niederlande erzielte die deutsche Nationalmannschaft nur drei Tore. Wirklich hervorgetan hat sich mit Kai Havertz, Jonathan Burkardt, Younes Ebnoutalib und Nick Woltemade keiner der getesteten Akteure.
Hat Füllkrug die Nummer von Klopp also vorsorglich schon mal eingespeichert? Der Bremer Stürmer bemühte sich am DAZN-Mikrofon sichtlich, die Frage freundlich, aber bestimmt abzumoderieren. „Ich bin immer respektvoll mit den Medien. Wenn die Medien jetzt noch anfangen, mich zu respektieren... wenn ich 44-mal gesagt habe, dass ich nicht darüber reden will, wäre es cool, wenn wir nicht mehr darüber reden“, sagte Füllkrug.
„Wenn er Tore braucht, sollte Klopp ihn anrufen“
Sein Trainer Daniel Thioune hielt hingegen ein verstecktes Plädoyer für seinen Stürmer. „Man muss das Ganze vielleicht auch unterschiedlich bewerten. Wenn es um einen Blick in die Zukunft geht, ist Niclas vielleicht nicht die erste Personalie. Wenn er Tore braucht, sollte er (Jürgen Klopp, d. Red.) ihn anrufen.“ Mit seinen 33 Jahren würde Füllkrug nicht wirklich für einen Aufbruch hin zu einer jüngeren Generation an Nationalspielern stehen. Unklar wäre auch, ob er mit seiner Spielanlage überhaupt ins pressingintensive System Klopps passen würde.
Eins steht aber fest: Füllkrug ist in bester Form. Durch die Bundesliga-Tore Nummer fünf und sechs durch eine Direktabnahme nach Kopfballverlängerung und einen Elfmeter hat er erst einmal die Führung in der Torjägerliste übernommen. Füllkrug ist zudem der erste Bremer seit dem großen Claudio Pizarro, der in fünf Bundesligaspielen in Folge trifft. Pizarro war das vor über zehn Jahren in der Rückrunde der Saison 2015/16 gelungen.
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