Auch dank Kapitän Deniz Undav hat der VfB Stuttgart seine Pflichtaufgabe in der Champions League souverän gelöst. Der VfB siegte 3:0 (1:0) beim slowakischen Außenseiter Slovan Bratislava und feierte im zweiten Spiel der Ligaphase den zweiten Sieg nach dem 3:1 zum Auftakt gegen Viking Stavanger. Undav (29. Minute), Sandro Cruz (65./Eigentor) und Ermedin Demirovic (90.) sorgten für die Stuttgarter Treffer auf dem Rumpelrasen im Nationalstadion.
Die Schwaben dominierten in der ersten Hälfte über weite Strecken, erzielten aber nur ein Tor. Undav, bedient von Angelo Stiller, traf flach ins lange Eck. Für den 30 Jahre alten Kapitän war es im achten Saison-Pflichtspiel der erste Treffer. Sein Schuss war noch abgefälscht, Slovan-Torhüter Dominik Takac streckte sich vergebens. Kurz zuvor hatte der Keeper einen Undav-Abschluss aus kurzer Distanz noch glänzend mit dem Fuß pariert.
El Khannouss, Chris Führich, Ramon Hendriks und Josha Vagnoman vergaben weitere gute Chancen für den VfB, der mit den widrigen Platzverhältnissen gut zurechtkam. Außenverteidiger Vagnoman verpasste bei seiner Direktabnahme aus 18 Metern ein Traumtor, als der Ball an die Latte des Slovan-Tores klatschte. Die vom früheren Champions-League-Sieger Yaya Touré trainierten Gastgeber konnten Bredlow derweil kaum beschäftigen.
Stuttgart im VAR-Glück
Wenige Minuten nach der Pause gab es den ersten Schreckmoment für die Schwaben. Nach einem lang geschlagenen Takac-Abstoß tauchte Bratislavas Stürmer Suleiman Camara völlig frei vor Bredlow auf und traf ins Tor. Der vermeintliche Ausgleich zählte wegen Abseits nicht, auch wenn es eine Weile dauerte, bis der VAR die Entscheidung bestätigte. Demnach hatte Slovan-Kapitän Andraz Sporar den Ball noch leicht berührt, bevor Camara einschießen konnte – was selbst auf den TV-Bildern kaum zu erkennen war.
Im Glück war der VfB auch, als Sandro Cruz den Ball wuchtig an die Latte des Stuttgarter Tores drosch. Fünf Minuten später hatte Bratislavas Verteidiger erneut viel Pech, als er Hereingabe Vagnomans ins eigene Tor lenkte. Der Ball rutschte Takac durch die Beine ins Netz. Spätestens da war klar, dass Bratislava wie schon zum 1:6-Auftakt bei Paris Saint-Germain erneut leer ausgehen würde. Die Gastgeber präsentierten sich insgesamt zu harmlos.
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