Borussia Dortmund setzt auf Kontinuität. Nach den vorzeitigen Verlängerungen von Vorstandssprecher Carsten Cramer (bis 2030), Sport-Geschäftsführer Lars Ricken (bis 2030) und Finanzchef Thomas Treß hat der Bundesliga-Spitzenreiter jetzt die nächste Personalentscheidung getroffen.
Nach „Bild“-Informationen wird Niko Kovac im Oktober sein aktuell bis zum 30. Juni 2027 laufendes Arbeitspapier um zwei weitere Jahre bis Sommer 2029 verlängern. Die Zahlen liegen auf dem Tisch, die Einigung besteht, lediglich die Unterschriften fehlen noch. Kovac selbst wollte die Gespräche über einen weiteren Verbleib beim Revierklub erst dann fortführen und zum finalen Abschluss bringen, wenn klar ist, dass es auch mit Boss Ricken langfristig weitergeht. Das ist mittlerweile geschehen.
Hintergrund: Der Coach des aktuellen Spitzenreiters hat nicht vergessen, dass Ricken ihn im Januar 2025 holte und ihm vertraute, als der BVB tief in der sportlichen Krise steckte. Zwischen Kovac und Ricken herrscht seitdem ein tiefes Vertrauensverhältnis. Und auch zum neuen Sportdirektor Ole Book pflegt Kovac einen hervorragenden Draht. Der vergangene Sommer hat bereits gezeigt, dass die derzeitige Konstellation erfolgreich arbeiten kann. Die Verantwortlichen wollten den Kader deutlich entwicklungsfähiger machen, gleichzeitig jedoch keine Substanz verlieren.
BVB steht ungeschlagen an der Liga-Spitze
Kovac führte den BVB in seiner ersten Saison noch von Platz elf auf Rang vier, schaffte es auf der Zielgeraden noch sensationell in die Champions League. Unter der Regie von Ex-Trainer Nuri Sahin hatte Dortmund Anfang 2025 zuvor vier Pflichtspiele in Folge verloren. Eine solche Negativserie hatte es zuvor in Dortmund 25 Jahre lang nicht mehr gegeben. In der letzten Saison wurde der BVB unter Kovac Vizemeister, aktuell steht der Klub ungeschlagen an der Liga-Spitze, zwei Punkte vor Dauer-Meister Bayern. Auch im DFB-Pokal und in der Champions League feierte er mit seiner Mannschaft in dieser noch jungen Saison bislang nur Siege.
Konsequenz: Die Kovac-Kritiker (zu dröge, nur Defensiv-Fußball) werden immer leiser. Mit Neuzugängen wie Konstantinos Karetsas spielt Borussia inzwischen sogar immer häufiger auch wieder Spektakel-Fußball. Mit Joey Veerman hat Kovac dazu einen neuen Mittelfeld-Leader bekommen. Insgesamt sind Konkurrenzkampf und Intensität beim BVB auf Wachstumskurs. Für Kovac sind das die Grundlagen für Erfolg. Fehlen nur noch die Titel.
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