Die Stadt München ist einem Bericht der „Abendzeitung“ (AZ) zufolge nicht glücklich mit der Ansetzung des Heimspiels der deutschen Fußball-Nationalmannschaft an diesem Donnerstag. Es gehe um den Termin der Nations-League-Partie gegen Serbien (20.45 Uhr/ZDF) ausgerechnet zur Oktoberfestzeit.

So habe das Kreisverwaltungsreferat angesichts der Ansetzung gewarnt. „Wir haben angemerkt, dass wir eine Verschiebung für sinnvoll gehalten hätten“, sagte eine Sprecherin gegenüber der „AZ“. „Das wäre eine Erleichterung gewesen, weil die Wiesn so viele Ressourcen bindet.“

Eine zeitliche Verschiebung ist angesichts des engen und seit Jahren festgezurrten internationalen Fußball-Terminkalenders unmöglich. Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) hätte allerdings einen anderen Spielort wählen können. Die Stadien für Länderspiele werden vom DFB-Präsidium Monate im Voraus festgelegt. Dabei müssen viele verschiedene Kriterien bedacht werden.

Polizei in München gibt sich entspannt

Logistische Gründe wurden nach der Vergabe an Augsburg (0:1 gegen Griechenland) und München für die ersten beiden Heimspiele in der Nations League angegeben. Die DFB-Auswahl wohnt und trainiert im fränkischen Herzogenaurach. Die dritte Heimpartie der Gruppenphase der Nations League gegen die Niederlande findet am 16. November im Berliner Olympiastadion statt.

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München war in den vergangenen Jahren regelmäßig Länderspielort, so auch bei den Europameisterschaften 2021 und 2024 sowie beim Final Four der Nations League 2025. Letztmals fand ein Länderspiel in München während des Oktoberfests aber vor 44 Jahren statt, gegen Belgien gab es 1982 ein 0:0. Allerdings sind Spiele des FC Bayern in der Bundesliga und der Champions League in der ausverkauften Allianz Arena auch zur Wiesn-Zeit üblich.

Die Münchener Polizei stuft die Begegnung als Mittelrisikospiel ein und gibt sich entspannt. „Die Situation durch das Spiel ist für uns zu handhaben. Wir sind vorbereitet und haben genug Einsatzkräfte, um die Sicherheit zu gewährleisten. Wir sind solche Einsätze gewohnt“, sagte Sprecher Damian Kania auf Anfrage.

Basketball-Match gegen Belgrad im Fokus

In München hatte es bei der EM 2024 Ausschreitungen mit Beteiligung serbischer Fans gegeben. Rund um das Spiel gegen Dänemark warfen serbische Fans damals Flaschen und Stühle auf Polizisten. Dabei wurden Beamte verletzt.

Diesmal konnte der serbische Verband wegen einer Uefa-Strafe nach Ausschreitungen seiner Fans keine Tickets an seine Anhänger für die Partie in München verkaufen. „Durch den Fan-Bann der Uefa rechnen wir nicht mit großen Fangruppen aus Serbien“, sagte Polizeisprecher Kania.

Neben dem Fußball-Länderspiel beschäftigt auch das Basketball-Gastspiel von Partizan Belgrad nur einen Tag später bei Bayern München die Einsatzkräfte. Partizan-Anhänger haben in der Vergangenheit in München bereits Probleme bereitet – für das Hochrisikospiel plant die Polizei mit etwa 150 Einsatzkräften.

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